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Nach den Prüfungen ist vor den Prüfungen part 2

Hallo meine Lieben ❤

Es ist viel zu lange her , seit ich das letzte Mal etwas gepostet habe.

Kurz nachdem der Austausch zu Ende war bekamen wir bereits die Liste mit den Prüfungsthemen. Somit blieb dann das Bloggen auf der Strecke. Fünf Wochen habe ich jeden Abend, jeden Tag, jedes Wochenende(naja nicht ganz) damit verbracht für die Prüfungen zu lernen , welche ich am Montag und Dienstag, in der letzten Woche, hatte.

Leider musste ich all meine Freunde vertagen bis nach den Prüfungen, da ich mein soziales Leben, sowie auch das Lernen nicht unter einen Hut bekommen habe.

Wie es so um die Prüfungen steht.. Ich denke und hoffe, dass ich die bestanden habe. Das Resultat erhalte ich erst in drei Wochen, da noch die Ferien dazwischen sind.

Was ich bemerkt habe ist, dass ich mich nicht wirklich konzentrieren konnte um zu lernen. Langsam schwindet die Lust die Schulbank zu drücken. Ich möchte gerne den Sommer geniessen, mit Freunden die warmen Sommernächte ohne schlechtes Gewissen verbringen und mich nicht einschränken lassen.

Ein klein wenig habe ich dann doch noch gemacht.

Direkt eine Woche nachdem ich von Brighton nach Hause kam, fuhr ich mit Tiago und einem Freund nach Lyon – eine vier stündige Reise – um Lady Leshurr live zu sehen an einem Festival.

Leider war ihr Auftritt nach ca. 30 Minuten schon zu Ende. Somit fuhren wir wieder vier Stunden lang nach Hause.

Auch Festivals konnte ich mir nicht entgehen lassen.
Naja, eigentlich wollte ich nicht ans Greenfield Festival gehen, jedoch entschied ich mich dann trotzdem Spontan dafür, da wir die Tickets für je 50 Schweizerfranken erhielten.

Ich pendelte dann jeden Tag von zu Hause zurück nach Interlaken, ans Festival, da ich noch lernen musste und dies zu Hause etwas besser geht als am Festival selber.

Zwei oder drei Wochen später fand ich mich dann am SouthSide Festival in Tuttlingen wieder. Okay, an Festivals lernen – geht, ich bin der lebende Beweiss dafür!

An beiden Festivals hatte ich eine mega gute Zeit, welche ich nicht missen möchte!

Am Mittwoch, einen Tag direkt nach den Prüfungen, bin ich dann nach Luzern gefahren wo mich eine Freundin  (checkt diesen link aus!!!) geschminkt hat! Sie hat’s wirklich sooo toll gemacht – ich fühlte mich den ganzen Tag soo hübsch! 

Anschliessend habe ich noch einen alten Schulfreund getroffen, welchen ich bereits seit der ersten Klasse kenne uuuuuund am Abend traf ich noch meine Vanessa ❤

Ich bin sozusagen ein freier Mensch, für wenige Wochen – bis es wieder los geht.

Das ist eigentlich schon eine kurze Zusammenfassung zu allem.

Bald steht endlich der lang ersehnte Urlaub vor der Tür – ich freu mich schon riesig darauf mit Tiago nach Lecce zu gehn! ❤

 

Somit möchte ich mich mal verabschieden und bis zum nächsten Post!

Bis dann

Kai ❤

 

 

Schwules Blut

„Nein Schatz, ich will jetzt nicht. Ich muss doch jetzt 12 Monate auf Sex verzichten, damit ich zur Blutspende kann.“

Stellt sich die Schweiz das etwa so vor?

Ab Mitte 2017 dürfen Homosexuelle Männer oder auch MSM (Männer, die Sex mit Männer haben) in der Schweiz offiziell zur Blutspende gehen um sich Blut abzapfen zu lassen.
Endlich. Endlich sind wir da angekommen wofür so viele gekämpft haben. Gleichberechtigung für Homosexuelle Männer.

Natürlich, wie sollte es auch sonst sein, da ist noch ein „aber“.
Männer, welche mit Männern Geschlechtsverkehr haben, dürfen erst zum Blut spenden nachdem sie zwölf Monate keinen Sex hatten.

Okay, ja. Es ist ein Fortschritt und das finde ich toll. Es ist ein grosser Schritt in die richtige Richtung. Trotzdem stelle ich mir die Frage: Wer verzichtet freiwillig ein ganzes Jahr auf Geschlechtsverkehr um sich etwas Blut abzapfen zu lassen?
Würdet ihr das tun?

Ich spreche jetzt nicht von den Männern, welche ein Jahr keinen Sex hatten (sei es, weil sie nicht wollen oder weil sie keinen Partner haben). Sondern von jenen, welche in einer Beziehung leben oder halt auch gerne ihre Bedürfnisse befriedigen.

In vielen Schweizer Zeitungen, zwischen „Delphin mit T-Shirt gesichtet“ und den, mich wütend machenden „Trump Beiträgen“,  war es natürlich das Thema. Ich persönlich lese dann gerne auch Mal die Kommentare von anderen Lesern, da es mich interessiert, wie andere Menschen ticken. Ist eine doofe Eigenschaft, ich sollte unbedingt damit aufhören, da mich das nur wütend macht.

„Ich würde lieber sterben als von einem Schwulen Blut zu erhalten.“

So eine Leserin. Wow. Mir blieb direkt die Spucke weg. Ich konnte es nicht fassen. Lieber sterben, als von einem Mann, welcher Homosexuell ist Blut zu erhalten. Nun gut. Somit hätten wir dann eine homophobe Person weniger auf der Welt.

Dies ist eine Aussage, welche keine Seltenheit trägt. Viele Menschen haben Angst davor Blut von Homosexuellen Männern zu erhalten. Doch weshalb?
Die meisten befürchten wahrscheinlich, dass das Blut nicht getestet wurde oder nicht sicher ist und man dann eine Krankheit erleitet.
Der Spender wird getestet und es gibt auch Kriterien (siehe weiter unten) für die Spender. Zudem besteht ein Restrisiko für Empfänger, auch wenn der/die SpenderIn Heterosexuell ist. Kann ja jeder den HI-Virus erlangen und nicht nur Schwule.

Auch das Vorurteil, dass Schwule Männer einander nicht treu sind oder viele Sexpartner haben (was ich natürlich jedem Mensch gönne – wenn er dies möchte) wurde auch schön in den Vordergrund gestellt.

Als ob sich die sich dran halten würden! Geht’s noch?! Wir sind ja alle Menschen aber von schwulen Blut zu bekommen, da sage ich klar und deutlich: „Nein danke!“ Also liebe Leute aufpassen von wem ihr Blut bekommt.

Die Rechtschreibung wurde von diesem Kommentar verbessert, damit ihr es nicht noch entziffern müsst.

„Schwules Blut“, dass muss etwas sein, wovor viele Leute Angst haben. Übrigens, liebe Männer. Nur weil ihr „Schwules Blut“ bekommt werdet ihr nicht automatisch auch Homosexuell :).

Ich habe jedoch nicht nur negative Kommentare gelesen. Es gibt auch Leute, welche die 12 Monate bereits als gut empfinden und dies auch als einen Schritt nach vorn sehen.
Auch Kommentare waren zu lesen, dass dies noch immer nicht genug ist.

Genau betrachtet ist es noch immer diskriminierend. Ich habe Freunde gefragt, ob sie um zur Blutspende zu gehen auf Geschlechtsverkehr verzichten würden. Von überall bekam ich nur ein entsetztes ‚Nein‘.
Einige äusserten auch, dass Heterosexuelle Menschen jeden flachlegen können den sie wollen und trotzdem zur Spende dürfen.

Dies ist natürlich nicht ganz richtig. Auch Heterosexuelle haben einige Voraussetzungen:

Die wichtigsten Kriterien zur Blutspende:

  1. Guter Gesundheitszustad
  2. Alter für Erstspender zwischen 18 & 60 Jahren, für Mehrfachspender bis 75 Jahre
  3. Mindestens 50kg schwer
  4. Keine grösseren Operationen und keine Geburt in den letzten zwölf Monaten
  5. Keine Risikosituationen (Drogen, neue und wechselnde Sexualpartner)
  6. Keine Einnahme bestimmter Medikamente
  7. Wartefristen nach Aufenthalten in Ländern mit spezifischen Infektionskrankheiten
  8. Keine Tätowierungen oder Piercings innerhalb der letzten vier Monate
  9. Keine Aufenthalte im Vereinigten Königreich (UK) von mehr als sechs Monaten zwischen 1980 und 1996
  10. Keine Bluttransfusion erhalten seit 1980

Schauen wir uns doch mal den 5. Punkt an. Ich habe die Informationen von der Blutspende.ch Seite.  Wenn man dort auf den fünften Punkt drückt, erhält man mehr Infos:

„Gewisse Verhaltensweisen bergen statistisch gesehen die Gefahr der Übertragung von gefährlichen Infektionskrankheiten. Im Interesse der Blutempfänger müssen solche Risikosituationen berücksichtigt werden. Zu Risikosituationen im Bereich des Blutspendens gehören unter anderem: 

  • Sexuelle Kontakte mit wechselnden Partnerinnen oder Partnern bzw. mit einem Partner oder einer Partnerin, die man erst seit weniger als vier Monaten kennt
  • Sexuelle Kontakte unter Männern
  • Früheres oder gegenwärtiges Spritzen von Drogen
  • Sexuelle Beziehungen zu Personen, bei denen der HIV-Test positiv ausgefallen ist oder die an Syphilis, Hepatitis B oder C erkrankt sind“

Gut, eine Sperre, jedoch nur vier Monate, wenn man zB den Partner nicht kennt/wechselt.
Das ist nichts. Absolut nichts. Man muss nicht auf Sex verzichten sondern nur vier Monate auf die Blutspende.

Was ich mir für die Zukunft erhoffe?

Gleichberechtigung für alle.

Ende der Homophobie.

Ich hoffe wirklich, dass alle das Selbe recht haben, auch wenn es ums Blutspenden geht.
Wer möchte schon 12 Monate auf ein menschliches Bedürfnis verzichten um Blut zu spenden?

Im Moment herrscht eine Blut Knappheit und man ist auf jede einzelne Spende angewiesen. Schade lässt man nicht auch die spenden, welche auch spenden möchten.

Es ist ein Schritt nach vorne, wie ich bereits schon geschrieben habe. Jedoch liegt noch ein weiter Weg vor uns.

Wenn ihr euch zum Thema Blutspende informieren wollt – schaut doch auf der folgenden Website vorbei (CH):

http://www.blutspende.ch/

Somit wünsche ich euch ein schönes Wochenende

Eure Kai ❤

Neuer Job, neue Angst

Hallo meine Lieben ❤

Da bin ich wieder, wie bereits gesagt.

Ich hatte ein meeeega tolles Wochenende, welches bereits am Donnerstag angefangen hat.
Am Donnerstag war unser letzter Schultag für das 3. Semester. Zusammen mit der Klasse feierten wir also noch Abschluss.
Anschliessend ging ich nach Hause, wo ich auf meinen Freund wartete, denn wir gingen gemeinsam ans Jennifer Rostock Konzert.

Sie haben soo gut abgeliefert! Ich hatte schon so, so lange nicht mehr solch einen Spass an einem Konzert wie an diesem!

Nachdem ich am Freitag lange geschlafen habe, genoss ich mit meinem Herz die Zeit zu Hause beim American Horror Story schauen. 🙂 20160916_063839078_ios

Später am Abend gingen wir noch mit einigen Mädels aus meiner Klasse in Bern aus. Leider mussten wir dann auch schon wieder auf den letzten Zug,
da ich für den nächsten Tag wach und bereit sein wollte.

20160916_200643769_iosDenn am Samstag fand „Marsch Fürs Läbe Stoppen“ (Marsch für das Leben stoppen) statt, wo wir natürlich auch am Start waren. 20160917_174426000_ios

Und heute.. Heute sitz ich seit 09.00 Uhr rum und überlege mir wie der morgige Tag wohl sein wird. Ich beginne morgen mein neues Praktikum, an einem fremden Ort, wo ich noch nie wirklich war. Im Spital.

Zuvor habe ich in der Betreuung von Menschen mit Behinderungen gearbeitet und auch schon mit Kindern und mit betagten Menschen. Jedoch noch nie in einem Spital.

Es ist eine komplett neue Welt für mich und das macht mir Angst. Vorallem halt auch, weil ich den Ort nicht selbst wählen konnte sondern von der Schule her einfach eingeteilt wurde. Ich hoffe wirklich, dass ich ein gutes, nettes Team habe, welches mich akzeptiert – auch wenn ich halt ein wenig komisch/speziell bin.

Nicht nur Angst ist mein Begleiter, sondern auch die Neugier und die Freude. Ich freue mich darauf etwas neues zu sehen und nicht immer das Selbe. Ich freue mich auch darauf neue Medikamente kennen zu lernen und auch neue Patienten, mit vielen verschiedenen Hintergründen.

Das Spital ist ein Bereich für mich, welcher ich eigentlich nur mit schlechten Dingen verbinde. Mein Opa, welcher dort Operiert wurde. Ich, an meinem 17. Geburtstag als ich Notoperiert wurde. Jetzt muss ich mich jedoch zusammen reissen und das Spital mit positiven Erinnerungen füllen. Viel Spass, gutes Team, tolle Patienten, kurze Tage. Ich hoffe es wird alles gut!
Das nächste Wochenende werde ich gleich durch arbeiten, das erste Mal seit 2 Jahren.

Auch wenn ich im Moment vielleicht eher negativ Eingestellt wirke – ich freue mich. Ich habe nur Angst.

Somit verabschiede ich mich jetzt auch schon und wünsche euch einen guten Start in die neue Woche! ❤

Alles liebe

Eure Kai ❤

I’m back!

Hallo meine Lieben

Ich bin wieder zurück! Vor einigen Stunden habe ich meine letzte Prüfung für dieses Semester abgelegt und jetzt bin ich wieder da. Ich bin zwar nicht wirklich fit, sondern leide jetzt an einer unendlichen Müdigkeit, trotzdem, ich hab’s geschafft! Jetzt hoff ich nur noch drauf, dass ich nächsten Freitag das Ergebniss erhalte, dass ich bestanden hab. Mal schauen.

Ich kann es fast nicht fassen, wie lange dass es bereits her ist, seitdem ich das letzte Mal einen Beitrag erfasst habe. Auch wenn ich gesagt habe, dass ich nicht mehr so oft zum bloggen komm. Ich hätte damals nicht gedacht, dass ich wirklich gar keine Zeit dafür haben würde!

In der Zwischenzeit ist „viel“ passiert. Ich war nicht non-stop am lernen, nein.Ich habe ein altes Hobby wieder aufgenommen. Nach einigen Jahren habe ich wieder angefangen „DigitalArt“ zu machen.

Zudem habe ich es endlich geschafft meine Haare zu schneiden (danke Karin!).

Ich mag den Schnitt! Jedoch vermisse ich es schon ein wenig so lange Haare zu haben wie auf dem ersten Bild. Leider waren die Spitzen von meinen Haaren so kaputt, dass ich beinahe die Wände hoch ging, da nichts gegen den Spliss geholfen hat. Aber die wachsen ja wieder nach.

Wenn wir schon bei Haaren sind. Ich hab ’nen meeeeeega Haaransatz. Der ist so gross, dass ich am liebsten meine Haare gleich braun färben möchte. Ja, braun. Ich.
Ich schaue immer wieder alte Bilder an, auf denen ich dunkle Haare habe. Jedoch seh ich mir auch eher Bilder von brunetten Frauen an. Wahrscheinlich werde ich für immer in diesem Zwiespalt gefangen sein zwischen Blond und Brunette.

Im Oktober 2014 habe ich mich nach einem langen hin und her dazu überwunden meine Haare braun zu färben. Sie waren ein wenig heller als meine Naturhaarfarbe. Nach einigen Monaten, ich glaub 4, habe ich mir die Haare dann einfach knall-pink gefärbt. Im Juli 2015 war ich dann aber auch wieder blond.

Für mein nächstes Praktikum (September bis März) habe ich mir vorgenommen meine Haare nicht zu färben/aufhellen. Vielleicht fällt mir dann die Entscheidung für etwas von beidem leichter.

Da ich noch beim erzählen bin, was ich so die letzten Wochen gemacht habe.. Am 29.08 war ich in Bern bei der Reithalle, wo das No Borders No Nations stattfand. Ich habe soooo viele Leute wieder gesehen, welche ich seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen habe.

Zudem war ich am SummerBlast Festival in Trier DE. Ich hatte riesen Panik  zu gehen, da es das letzte Wochenende vor meinen Prüfungen war! Trotzdem verlief alles gut. Dank meinen tollen Medikamenten war ich in der Lage im Auto zu lernen (5h Autofahrt und kein einziges mal erbrochen, yass!).
Leider habe ich nur zwei Bilder vom Festival.  Aber ich danke auch den anderen für die tollen Tage und Erinnerungen. ❤

 

Jetzt hab ich leider nichts mehr wirklich zu erzählen ausser..
..Diese Woche habe ich übrigens viele Dinge zugeschickt bekommen, seit also gespannt auf meinen Beauty-Haul!! 😀

Ich verabschiede mich jetzt wieder, ich muss mal ein Eis essen gehen.

Dieses Wochenende werde ich am Openair Gränichen sein – für mich das letzte Festival für dieses Jahr. Ich freu mich sooooo ❤

Bis bald!

eure Kai ❤

 

Homoehe/adoption Schweiz

 

Vor einigen Wochen hat mir eine Freundin geschrieben, dass ich JoizTV einschalten soll, es ginge um die Ehe und Adoption unter Gleichgeschlechtlichen Paaren. Ein Thema, welches mich immer wieder zur Weissglut treibt, mir Tränen in die Augen schiessen und ich Diskutieren, bis mein Gegenüber wegläuft. Ja, ich regiere sehr empfindlich auf dieses Thema.

Es war ein Interview mit Marco Guilio (Co-Präsident Verein für traditionelle Familie),welcher gegen die Homoehe ist, Mentari Baumann (Operation Libero), Gea, welche eine Mutter hat, welche selber auch in einer Lesbischen Beziehung ist, wie sie selber auch. Gerne würde sie mit ihrer Partnerin zusammen Kinder bekommen, leider ist die Stiefkindadoption in der Schweiz bisher nicht möglich.

Ich mag mich nicht mehr ganz an alles erinnern was gesagt wurde. Ich weiss nur, dass ich sehr wütend wurde.
Natürlich war ich mit Snapchat die ganze Zeit dabei (Snapchat: paintthewhore)

Aussagen wie „Wir beginnen jetzt mit dem herum experimentieren. Wir wissen nicht wo

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Anfangen herum zu experimentieren?!

wir am Ende landen.“ „Kinder brauchen Mutter UND Vater und nicht zwei Mütter/Väter.“ „Diese Kinder werden in der Schule gemobbt werden.““Das entspricht nicht der Natur.“

Alles Aussagen, welche ich immer wieder höre. Ich frage mich, was daran ein herum experimentieren sein soll? Wenn jemand der sich liebt heiraten möchte oder gerne ein Kind haben will. Klar, das Kind hat dann nicht eine Mutter und einen Vater sondern zwei Mütter oder zwei Väter. Aber das Kind wird von beiden Elternteilen geliebt. Es ist kein“Unfall“, es ist gewollt. Wird lieblich aufgezogen und hat vielleicht sogar das bessere Leben als ein Kind aus einer Hetero-Beziehung. Zudem gibt es noch Patenonkel/-tante, Freude, Onkel, Tante, Oma, Opa welche die „fehlende“ Rolle gewisser weise ersetzen können. Okay, ersetzen ist nicht wirklich das richtige Wort dafür. Diese Person wird ja nicht zum Elternteil, sondern zeigt einfach auch das andere Geschlecht.

„Diese Kinder werden in der Schule gemobbt werden.“ Ich wurde übrigens auch in der Schule gemobbt und ich habe nicht Homosexuelle Eltern. Kinder sind gemein. Kinder können böse sein und Kinder sind direkt. Wenn Kinder bereits vom Elternhaus aus auf den Weg bekommen, dass Homosexualität nicht korrekt ist, wen wundert’s dann, dass diese Kinder auf die Kinder losgehen, welche homosexuelle Eltern haben?
Ja, wir Menschen sind wohl dazu „Programmiert“, dass wir alles meiden, was anders ist,

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Marco: „Weil wir nicht wissen wo’s hinführt.“

was uns Angst macht. Weshalb wir von Anfang an unseren Kindern auch ruhig sagen können, dass wir in unserer Gesellschaft auch Gleichgeschlechtliche Paare haben.
In meinem Fall war das so und ich hatte nie ein Problem damit. Ich denke nicht,dass es bei anderen Kindern anders ist.

Nun noch zum Punkt, dass es gegen die Natur ist. Ja, in gewisser Weise stimmt das. ABER! Wenn jetzt eine Frau, Heterosexuell, 25 Jahre jung, in einer Beziehung mit einem Mann, 27 Jahre jung, natürlich auch Heterosexuell ist und beide ein Kind wollen, was aber aus irgend einem Grund nicht möglich ist, was macht dieses Paar dann? Sie gehen zu einem Arzt oder ins Ausland und die Frau lässt sich künstlich befruchten. Oh, ja das ist natürlich ganz natürlich. Da wurde überhaupt nicht in die Natur eingegriffen. Neeeein. Also bitte.

In der Schweiz ist es nicht möglich als Gleichgeschlechtliches Paar zu heiraten, weder kirchlich noch Standesamtlich. Das einzige was möglich ist, ist die eingetragene Partnerschaft. Viele denken jetzt vielleicht, dass das bereits reicht. Nein, tut’s nicht. Man kann beispielsweise den Nachnamen von seinem/seiner geliebten Person nicht annehmen. Man ist nicht verheiratet, man kann das Kind vom PartnerIn nicht adoptieren. Aber dafür wird man gemeinsam besteuert, wie bei einem verheirateten Paar, wow. 🙂
Auch wenn ein Transmann/Transfrau seine Cis-Frau/Cis-Mann heiraten möchte ist das in der Schweiz nicht möglich; Gleichgeschlechtliches Paar. Finde ich nicht fair!

Ja, das Ganze ist Unfair! Jeder sollte die gleichen Rechte haben dürfen und bei der Liebe nicht gehindert werden. WIR.HABEN.2016.UND.MÜSSEN.IMMERNOCH.DARÜBER.DISKUTIEREN. 

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Weshalb müssen wir noch darüber diskutieren?!

Ich hoffe, dass bald Mal die Abstimmungen für #EheFürAlle kommen. Ich will viele glückliche, verheiratete Paare in der Schweiz sehen.
Ich bin sehr zuversichtlich, dass Homosexuelle Paare in den nächsten 10 Jahren heiraten dürfen, ich hoffe es! Ich habe mir geschworen, dass ich erst heirate, wenn dies möglich ist. Vorher werde ich keinen Finger rühren. Klingt vielleicht ein wenig komisch. Aber ich möchte keine Vorteile haben. Wenn andere nicht dürfen, dann will ich auch nicht.

Wir sollten kämpfen dafür, dass jeder lieben kann und lieben darf wer er oder sie will.

Hier könnt ihr euch übrigens das ganze Interview anschauen:

https://www.joiz.ch/#!/show/joizone/polit-talk-heirat-und-adoption-auch-fuer-homosexuelle/ganze-sendung-polit-talk-heirat-und-adoption-auch-fuer-homosexuelle

 

Diese Woche habe ich auf NZZ (Neue Zürcher Zeitung) etwas erschreckendes gelesen. 

„Das Parlament hatte die Änderung des Zivilgesetzbuchs in der Sommersession beschlossen: Homosexuelle sollen Kinder ihres Partners oder ihrer Partnerin in Zukunft adoptieren dürfen. Heute ist die Stiefkindadoption Ehepaaren vorbehalten. Künftig soll sie in allen Paarbeziehungen möglich sein, unabhängig vom Zivilstand und von der sexuellen Orientierung.

Dagegen wehrt sich ein Komitee aus den Reihen der SVP, CVP und EDU. Damit werde eine «Büchse der Pandora» geöffnet und das Kindeswohl «auf dem Altar von nimmersatten Ideologien geopfert», kritisierten die Gegner nach dem Entscheid der Räte.“

http://www.nzz.ch/schweiz/referendum-gestartet-gegen-stiefkindadoption-fuer-homosexuelle-ld.92266

Bitte was? Ich versteh das nicht. Wieso kann man nicht allen ihr Glück lassen? 9753490_orig
Wieso muss man jemanden daran hindern. Was für ein toller Grund.. „Kindeswohl“..
d.h. die EDU (Eidgenössisch-Demokratische Union), SVP(Schweizerische Volkspartei) und CVP(Christliche Volks Partei)  brauchen 50’000 Unterschriften um die Gegeninitiative zum Laufen zu bringen und somit wird dann das ganze vor das Volk kommen, welches dann darüber abstimmt. Viele sehen damit schon den Untergang des Adoptionsrecht von homosexuellen Eltern.

Ich kann meine Wut gar nicht in Worte fassen. Ich sehe nicht, weshalb man den homosexuellen Paaren Kinder vorenthalten will. Wie kann man nur jemanden so sehr diskriminieren?

Btw. hier habe ich noch einen kleinen Text geschrieben, als es um die CVP-Initiative „Heiratsstrafe abschaffen“ ging. Es ging nicht nur um das Abschaffen der Ehestrafe, sondern auch darum, dass Ehe definiert wird zwischen „Mann und Frau“. Da dieses Thema in der Schweiz war, habe ich es auf Mundart, Schweizerdeutsch, geschrieben, da mein „Zielpublikum“ aus der Schweiz war.

Die Übersetzung steht weiter unten:

‼️NEIN ZUR ABSCHAFFUNG DER EHESTRAFE‼️

für villi tönts sowieso lächerlech. hürote – füehrt sowieso zur scheidig, bruchts nid. für anderi ischs öbbis, wo si sit si chli si drvo tröime u e wichtige abschnitt vom läbe isch. d troumfrou im wiise kleid gseh oder si z’si, dr ehemaa/ehefrou bim altar gseh stoh oder zum altar laufe u dr perfekt partner(oder perfekti partnerin) in crime gfunde z’ha u e bund mitm/mit ihre iigah.

dürs anäh vor CVP initiative „ja zur abschaffung der heiratsstrafe“ würd für einigi dä troum zerplatze.
klar, i finds nid guet das verhüroteti ehepaar meh müesse zahle. aber stelled nech vor. villech fehlt am staat geld u wo nimmt ers när? widr im gsundheitswäse? ds wär e wiiteri katastrophe wie vor paarne jahr – i has selber bim schaffe o müesse miterläbe! o wes aagno würd wärde, s geld müesstet ihr sowieso zahle!

sehr gärn würd eigentlech o ig mal hürote. villech nid grad morn, innere wuche oder imne jahr.
aber dürs aanäh vo dere initiative wärs o für mi yz schwiriger. i wott doch dörfe hürote wär IG wott und wär ig liebe! egal welles gschlächt!!

Liebi isch doch liebi!

mir läbe yz im jahr 2016. es paar länder&staate heis scho chönne dürebringe, das gliichgschlächtlechi paar dörfe dr bund vom läbe iigah u d schwiz duet eifach dumm. ds geit doch ni das so es chliises land so gschisse duet.

stellet öich vor, ihr verliebet nech i öbber, z.B i e transmaa oder e transfrau u es wird öich irgendwenn mal es fetts verbot higleit, dass dr nid dörfet hürate. trotz gschlächtsänderig si si als transgender iitreit. au wenn si s gschlächt o rächtlech gänderet hei – s gschlächt us dr geburtsdokumentation wird bi dem verwändet. dadür das aber glychgschlächtlechi paar NID dörfe hürate wed initiative aagno wird, wird au das verunmöglecht.
das isch doch nid fair!

oder stellet öich vor öiches kind isch homosexuell u dr gröscht wunsch vo öichem kind isch d liebi vom läbä z’hürote! u es isch eifach unmöglech – würd nech das nid z härz o bräche? i finds trurig. i würd mis kind wöue glücklech gseh.

es isch ziit das MIR öbbis ändere, es liigt a ÜS das öbbis geit!

Übersetzung:

Für viele klingt dies sowieso lächerlich – heiraten. Führt sowieso zur Scheidung, braucht es nicht. Für andere ist es etwas, wovon sie seit sie klein sind davon
Träumen und es ein wichtiger Abschnitt vom Leben ist. Seine Traumfrau im weissen Kleid zu sehen oder diese zu sein. Oder den Ehemann oder die Ehefrau bei Altar stehen zu sehen oder zum Altar laufen und den Perfekten Partner/Partnerin in Crime gefunden zu haben und mit ihm/ihr den Bund für’s leben einzugehen.

Durch das Annehmen der CVP-Initiative „Ja zur Abschaffung der Heiratsstrafe“ würde für einige Menschen dieser Traum zerplatzen.
Klar, ich finde es auch nicht gut, dass verheiratete Ehepaare mehr bezahlen müssen. Aber stellt euch doch vor, vielleicht fehlt dem Staat Geld. Wo nimmt dieser das dann wieder her? Wieder im Gesundheitswesen? Das wäre eine weitere Katastrophe, wie vor einigen Jahren – ich musste es bei der Arbeit miterleben! Auch wenn die Initiative angenommen wird; Bezahlen müssen wir sowieso!

Sehr gerne würde ich auch mal heiraten. Vielleicht nicht gerade morgen, in einer Woche oder in einem Jahr. Aber durch das Annehmen von dieser Initiative ist es auch für mich schwieriger. Ich will doch auch heiraten dürfen wen ich möchte und wen ich liebe! Egal welches Geschlecht!

Liebe ist doch liebe!

Wir leben im Jahr 2016. Einige Länder und Staaten haben es bereits durchgebracht und gleichgeschlechtliche Paare dürfen nun dort den Bund fürs Leben eingehen und die Schweiz? Die tut doof. Geht doch nicht, dass so ein kleines Land so angeschissen tut.

Stellt euch vor, ihr verliebt euch in jemanden, z.B.einen Transmann/Transfrau und es wird euch dann irgendeinmal ein fettes Verbot hingelegt, ihr dürft nicht heiraten. Trotz der Geschlechtsänderung sind sie als Transgender eingetragen. Auch wenn sie das Geschlecht auch rechtlich geändert haben – das Geschlecht aus der Geburtsdokumentation wird bei ihnen verwenden. Dadurch dass jedoch gleichgeschlechtliche Paare nicht heiraten dürfen, wenn die initiative angenommen wird, wird auch das unmöglich gemacht.
Das ist doch nicht fair!

Oder stellt euch vor, euer Kind ist homosexuell und der grösste Wunsch vom Kind ist es die Liebe des Lebens zu heiraten! Und. Es ist nicht möglich. Würde euch das nicht auch das Herz brechen? Ich find’s traurig. Ich möchte mein Kind glücklich sehen.

Es ist Zeit, dass WIR etwas ändern. Es liegt an UNS dass etwas geht! Wenn wir schon die Möglichkeit haben etwas zu ändern müssen wir diese Chance auch nützen!

Geht abstimmen – Nein zur Abschaffung der Ehestrafe!

LIEBE IST LIEBE!

Ich habe das ganze nicht für eine Zeitung oder einen Blog oder sonst was geschrieben, sondern für mich, meine Freunde, Facebook.

Mein Ziel war es Menschen zum Nachdenken zu bringen. Tatsächlich habe ich es geschafft! Ihr könnt euch nicht vorstellen wie glücklich ich war als mir einige geschrieben haben, dass sie NEIN gestimmt haben!

Wie ihr seht, mir liegt sehr viel an diesem Thema.

Ich finde, dass niemand diskriminiert werden soll, nur weil er oder sie in einer Gleichgeschlechtlichen Beziehung lebt.

Jeder Mensch sollte das gleiche Recht haben!

Lieben und lieben lassen.

So und jetzt verabschiede ich mich bis zum nächsten Eintrag.

Ich wünsch euch ein schönes Wochenende

eure Kai ❤

 

Schaut doch noch bei https://www.operation-libero.ch/de/ehe-fuer-alle  und hier https://www.operation-libero.ch/de/blog/2016-06-29-ein-referendum-gegen-die-realitaet  vorbei 🙂

Protect Transkids

Hello, hello

Heute habe ich dieses Video per Zufall auf Facebook gesehen. Wow. Was für ein schönes Mädchen dachte ich mir. Doch dann hielt sie ein Papier hoch. „Ich wurde als Junge geboren.“
Ich versuchte das Alter des Mädchen zu erraten. Als ich dann genauer noch nachforschte fand ich raus, dass sie 14 Jahre alt ist.

Corey Maison, so ihr Name, erzählt auf den Zetteln über ihr Coming Out, über dass sie gemobbt wurde. Auch, dass sie eigentlich witzig ist, einzigartig und vorallem ein Mädchen. 

Corey (Geburtsname) ging normal, als Junge in die 5. Klasse, zur Schule. Wurde jedoch von den Mädchen nicht akzeptiert und von den Jungs doof angemacht. Täglich kam sie weinend von der Schule zu Hause, das das Mobbing unerträglich war. Eines der anderen Kinder sagte ihr sogar, dass sie sich das Leben nehmen soll, da sie sowieso von niemandem gemocht wird. Bereits mit so jungen Jahren hatte sie suizidale Gedanken.

Durch das Mobbing wurde sie von ihrer Mutter aus der Staatlichen Schule genommen und zu Hause privat unterrichtet.
Eines Tages fragte Corey ihre Mutter in einem Geschäft, ob sie ein Kleid und auch High Heels tragen darf. Die Mutter sagte ja und sie zog sich an. Fühlte sich auch wunderbar. Eine andere Frau, welches das sah machte mit ihrem Handy Fotos davon und lachte sie aus.

Eines Tages, als sie 14 Jahre alt war,  wurde Corey von ihrer Mutter gerufen um sich etwas online anzuschauen. Es war die Dokumentationsserie von Jazz Jennings, ein Mädchen, dass jedoch als Junge zur Welt kam. Jazz wurde durch ihren Prozess von Kameras begleitet und somit bekam sie ihre eigene Serie.
In dem Moment als Corey dies von Jazz sah, wurde ihr klar, dass sie genau so wie sie ist. Sie wurde im falschen Körper geboren. Sie ist eigentlich ein Mädchen.
Die Eltern suchten für das Transgender Mädchen einen geeigneten Psychologen, welcher für Transkid’s spezialisiert ist.   Ihre Transition begann und sie bekam sie Östrogene um die weibliche Pubertät zu durchleben.

Sie fühlte sich dann auch wieder bereit in die öffentliche Schule zu gehen, was sie auch tat. Sie wurde sogar von allen akzeptiert.

 

Mich hat das Video sehr gerührt. Vorallem weil ich selber viele Mobbingopfer kenne und selber auch gemobbt wurde als ich zur Schule ging.

Schade, dass Kinder so grauenvoll sein können. Ich selber habe keine Kinder, weswegen ich nicht viel von Erziehung ect. schreiben kann. Trotzdem finde ich, dass auch Kinder auf Mobbing sensibilisiert werden sollen und dass es anonyme Anlaufstellen geben sollte in Schulen.

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Was mich aber am meisten aus der Fassung gebracht hat bei diesem Video war der Teil wo sie erzählt, dass sie Mädchenklamotten anzog und von einer anderen Frau Fotografiert wurde! wtf. Aber auch der Teil, wo ein Kind zu Corey sagte, dass sie sich umbringen soll, weil sie von niemandem geliebt oder vermisst wird. Traurig, dass es solche Menschen gibt.

Ich bin sooooo Glücklich für Corey, dass sie solch gute Eltern hat, welche sie mit allen Möglichkeiten unterstützt haben! Ich hoffe wirklich, dass die Menschheit darauf sensibilisiert werden und dass auch Transkid’s akzeptiert und toleriert werden! Ich finde es unglaublich traurig (vor allem auf Tumblr) zu lesen, dass sich ein Mädchen/Junge das Leben genommen hat, weil es nicht als Transgender akzeptiert wurde.
Transkid’s und Jugendliche müssen geschützt werden. Man muss ihnen helfen. Ihnen sagen, dass sie nicht alleine sind. Aber vorallem sollte man auch den anderen Kindern sagen, dass es so etwas gibt und dass anders sein nicht schlecht sein heisst!

So. Das war mein Wort zum Sonntag.

Ich hoffe ihr habt alle einen guten Start in die neue Woche!

alles liebe

Kai ❤

Homophobie und Transphobie

Hi there!

Wisst ihr was mich richtig wütend macht?

Homophobie und besonders auch Transphobie.


Ich erlebe immer wieder Situationen im Alltag und auch im Beruf welche mich so wütend machen, dass ich beinahe die Fassung verliere.

An einem Samstag war ich an einem Konzert. Es war ein gutes, witziges Konzert.

Da waren auch zwei Mädchen, ein Paar.

Als gerade der Bühnen-umbau war und sich die andere Band sich für ihren Auftritt bereit gemacht hatte sass ich mit meinen Freunden
draussen. Auf einmal sagte das eine Mädchen etwas und erwähnte „Scheiss Transe“. So etwas bringt mich zum austicken. Ich selber kenne einen Transsexuellen Menschen, habe mich auch sehr fest mit dem Thema auseinander gesetzt und deswegen reagiere ich sehr sensibel auf das Thema.
Ich stand auf, war wütend, wusste jedoch, dass ich austicken würde wenn ich etwas sagen würde. Weswegen ich nichts sagte.

Was ich witzig fand ist, dass die beiden selber Homosexuell sind und solche Ausdrücke benutzen. Ist für mich ein wenig widersprüchlich. Schade gibt’s so etwas in der LGBT-Community.

Eine weitere Situation war auf Facebook. Eine Freundin von mir hat irgendwas gepostet und ein Typ schrieb dann etwas, dass nicht wirklich ins Internet gehört und was verletzend war.

Jemand anderes reagierte dann wütend darauf, da sie eine gute Freundin von ihm ist. Der, der den Status kommentierte begann ihn dann als „ES“ oder „Mann-Frau“ zu bezeichnen und es entstand ein riesiger Streit.

Ich find das lächerlich. Auch wenn man in einem Streit ist, sollte man so etwas nicht sagen. Ich finde, dass man so etwas aus einem Streit raushalten sollte. Auch wenn einem die Argumente ausgehen. Jemanden auf dieser Ebenen anzugreifen ist für mich unterste Schublade.

Vorallem wenn man Tattoo von einer links orientierten Band am Körper trägt, welche sich für LGBT einsetzt. Bravo!

Meine dritte erlebte Situation war Mal bei der Arbeit.

Ich arbeitete in einem Alters- und Pflegeheim und habe gerade einer Bewohnerin Essen eingegeben. Plötzlich sammelten sich die Mitarbeiter um mich herum und begannen darüber zu sprechen, dass Homosexuallität unmenschlich ist.

Sie würden ihre Kinder töten, wenn dieses Homosexuell wäre, sie würden es wegschicken homophobiaund nie wieder ein Wort mit ihnen sprechen.

Hallo, in welchem Zeitalter leben wir? Das machte mich so wütend! Da ich jedoch erst wenige Wochen dort arbeitete habe ich mich nicht getraut etwas zu sagen, was ich heute bereue.

Was ich jedoch auch als „krass“ empfinde ist sind aussagen wie „Ich würde eine Schwuchtel sofort verprügeln.“ Wenn man nach dem Grund fragt, wird dies nicht begründet. Oft wird’s mit „einfach so“ beantwortet. Wow. In dieser Erziehung muss wohl sehr viel richtig gelaufen sein.

Leider habe ich auch miterlebt, dass sich Menschen von einer Person distanziert haben, nachdem sich diese geoutet hat. Schade. Aber besser für die geoutete Person. Ich möchte auch nicht wirklich Homophobe „Freunde“ haben.

Ich habe auch bereits gehört, dass jemand sagte, dass sie einem Transmann nicht „er“ sagt, solange es nicht in der Identitätskarte definiert ist. Oder auch, dass man mit einem Transmann zusammen ist nur um der eigenen Mutter eines auszuwischen (sagte die Mutter, welche es so empfand).

Erst gerade hat mir eine Freundin etwas von einer Transfrau (male to female) erzählt. Diese hat ist im Umfeld, auch im Dorf geoutet. Sie hatte nie wirklich Probleme und das Umfeld auch nicht wirklich. Natürlich gibt es immer wieder ausnahmen.
Sie hat die Firma gewechselt und dann am neuen Ort einige Monate gearbeitet.
Nach einiger Zeit wurde ihr zuerst grundlos gekündet. Als sie nachgefragt hatte, hiess es, dass sie ein Problem damit haben, dass sie als Mann zur Welt gekommen ist und dass sie die Geschlechtsumwandlung nicht akzeptieren können.
Als die betroffene Person dann sagte, dass es schwer ist eine neue Stelle zu finden, antwortete der Arbeitgeber mit: „Du hast ja einen guten Körper, mit dem du gut einen anderen Job machen könntest. Wie die anderen Frauen aus deinem Land.“
WAS.ZUR.HÖLLE. Ich könnte das immer und immer wieder lesen und ich werde jedes Mal immer wie wütender. Das geht GAR NICHT! Vorallem nicht als Arbeitgeber. Nein, nicht mal unter Privatpersonen. Absolutes No-Go!

Der Arbeitgeber sollte angezeigt werden. Sofort. Natürlich verstehe ich auch die betroffene Frau, welche keine Probleme möchte. Ach, das macht mich so wütend und traurig, dass wirklich solche Aussagen gemacht werden.

Was isch auch traurig finde ist, dass „Freunde“ von Transmenschen das Geburtsgeschlecht sagen. Statt ER sagen sie noch immer SIE und benutzen noch den Geburtsnamen. Natürlich, ich weiss, dass es am Anfang schwer ist. Aber nachdem das Outing zwei Jahre her ist und man sich Mühe gibt geht das. Ich meine, ihr nennt diese Person „Freund“ also, bitte. Ausreden müsst ihr nicht bringen.
Andere haben es auch geschafft und wenn ihr diese Person in eurem Leben wollt, dann schlagt euch den alten Namen aus dem Kopf. Nehmt die Person ernst.

Bei Tieren macht ihr das doch auch so, oder? Wenn ihr einen süssen Hund auf der Strasse seht und „Oh, sie ist so süss!“ sagt und dann der Besitzer sagt, dass es ein er und nicht eine sie ist, was macht ihr dann? Ihr entschuldigt euch (vielleicht), nennt jedoch den Hund beim richtigen Geschlecht. Weshalb geht das nicht bei Menschen?

Gerne hätte ich eigentlich mit diesem Eintrag gewartet, nach noch mehr Beispielen gesucht. Mehr Beispiele gezeigt. Mehr darauf aufmerksam gemacht. Doch ich finde, dass der heutige Tag der passende Tag für die Veröffentlichung ist. Heute ist der Internationale Tag gegen Homophobie und Transphobie.

Meine Gedanken  heute sind mit allen, welche Opfer wurden von Diskriminierung, Übergriffen, Schlägen und auch Mord, weil sie Homosexuell oder Transgender sind.

Ich glaube ich könnte noch viele weitere Beispiele bringen, jedoch sind das hier wohl auch bereits genug. Helft den Leuten, falls sie in Schwierigkeiten stecken, steht für Menschen, welche nicht gehört werden ein!

Leben und leben lassen.

Lieben und lieben lassen.

Es spielt doch keine Rolle wen man liebt oder ob man im richtigen oder im falschen Körper geboren ist. Jeder Mensch ist etwas wert, egal wie er ist.

Ich wollte das nur mal los werden.

Kai

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