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Brighton 2017 part 4

Tag 11 – Spannende Operation – nichts gesehen

An meinem 11. Tag wäre ich am liebsten im Bett geblieben. Ich fühlte mich unwohl und wollte nicht zur Arbeit. Nur, weil ich mich am Tag zuvor nicht willkommen fühlte und auch weil mir so langweilig war. Trotzdem zwang ich mich dazu aufzustehen und diese paar Stunden hinter mich zu bringen.

Ich kam auf die Abteilung, war wie jeden Tag pünktlich da. Leider wusste ich den Pin von der Tür, hinter der der Rapport stattfand, nicht. Somit klopfte ich, wie man das halt so macht, wenn man irgendwo rein will und die Tür verschlossen ist.

Niemand öffnete. Ich wartete, klopfte nochmals. Nichts. Okay, ist wohl noch niemand da – dachte ich mir.

Auf einmal hielt jemand den Kopf aus der Küche und sagte mir den Pincode. Diesen gab ich ein und betrat den Raum. Zwei Personen sassen drinn. Zum einen die, die am Tag zuvor mit dem Handy bei den Patienten spielte und ein anderer. Natürlich sagte ich trotzdem „Good Morning“ und setzte mich hin. Die beiden murmelten jedoch nur etwas unverständliches vor sich hin und wandten sich dann weg. Ich wurde wütend. Am liebsten hätte ich denen meine Meinung gesagt, was ich jedoch liess. Wahrscheinlich wird sie bald mal Probleme mit ihren Gelenken, ihrem Blutzucker und ihrem Herzen kriegen, wenn sie weiterhin so viel ungesundes Zeugs in sich stopft. Somit wird sich das ganze rächen. Und der andere? Dem wünsch ich auch so etwas. Ja, ich war und bin unglaublich wütend.

Für die Übergabe der Nachtwache erhielt ich kein Blatt mit Patienteninformationen, störte mich auch nicht, da ich sowieso bei einer Operation reinschauen wollte.

Die Abteilungsleitung, welche mir am Tag zuvor keinen Blick würdigte, kam nach der Übergabe auf mich zu und nahm ich mit zur Patientin, welche operiert werden sollte. Für die Patientin war es in Ordnung, dass ich zuschauen kommen.

Ich erfuhr, dass nicht nur die Bezugspflege ein Thema ist, sondern auch die Funktionelle Pflege. Somit haben einige eine Spezielle Aufgabe; zB eine Person ist für alle Blutzuckermessungen zuständig.

An den Seiten des Kopfes hatte die Patientin Schrauben, mit einem ungefähren Durchmesser von 0.8 cm. Sie war dann an einem Hacken befestigt, welches auch am Bett befestigt war, damit ihre Wirbel beim Hals genügend gestreckt wurden.

Mit einer Pflegefachperson zusammen begleitete ich die Patientin zum Röntgen und 18519478_10213364383326012_5455728262797603086_nanschliessend zu den „Theaters“. Mir wurde neue Kleidung gegeben und auch eine Haube für über die Haare, sowie auch eine Maske, welche ich mir über die Mund-Nasen-Partie zog.

Die Vorbereitung der Patientin dauerte zwei Stunden, somit war 11.50 Uhr, bis Mal etwas geschah. Die vorherige Zeit wurde mir alles erklärt.

Um 12.00 Uhr wurde mir gesagt, dass ich doch Pause machen soll, was ich auch tat, da ich wirklich hungrig war. Eine halbe Stunde später ging ich wieder zurück.

Gesehen habe ich.. nichts. Als ich für eine kleine Steh-Erhöhung fragte, sagte man mir, dass sie diese im Moment nicht besorgen können.

Um 13 Uhr machte ich dann bereits Feierabend, auch wenn ich nichts gesehen hatte. Doch ich musste mit Christinna noch mit der Koordinatorin zusammensitzen, da wir noch unser Tag reflektieren sollten.

Dabei kam heraus, dass die Koordinatorin etwas geschockt war, dass ich ihr auf ihr Mail „Dear Mrs xxxx..“ antwortete. Natürlich dachte ich beim Mail schreiben nicht daran, dass  die Briten alle untereinander „per Du“ sind. Sie sagte, dass sie sich im ersten Moment etwas bevormundet fühlte, da man sie nur so nennt, wenn man wütend auf sie ist. Jedoch überlegte sie dann, dass ich aus der Schweiz kommen und Vorgesetzte immer gesiezt werden (ausser sie bieten das Du an).

Wir diskutierten auch darüber, dass die Körpersprache für mich und Christinna eine wichtige Bedeutung hat für diesen Austausch, da wir teils nicht alle Wörter kennen. Ich bemerkte dies selber auch, ich setzte meine Hände oft ein, wenn ich am Reden war.

Auch das Händeschütteln, oder eben das nicht Händeschütteln wurde wieder Thema. Wir konnten uns noch immer nicht erklären weshalb man mit niemanden die Hände schüttelt, ausser wenn man ein Job-Interview hat.
Doch die Patienten werden dafür „Darling“ „My Love“ „Dear“ ect. Genannt? Für uns ging die Rechnung nicht ganz auf. Denn für mich und Christinna ist dies von Bedeutung in der Pflege beim ersten Kontakt mit dem Patienten.

Nach der Reflexion machten wir uns zu Fuss auf nach Hause, da wir müde waren.

Tag 12 – Die Karottentorte

Mit einem etwas besseren Gefühl verliess ich am Mittwoch das Haus. Auch wenn ich noch immer wütend war auf die, die mir die Tür nicht öffneten, war mir dies an jenem Tag egal, da dies mein letzter Tag auf der Abteilung war.

An meinem ersten Tag auf dieser Abteilung kam einer der Pflegenden der Nachtwache zu mir und fragte mich, ob ich im italienischen Teil der Schweiz lebe, somit kamen wir dann ins Gespräch.

Dieser Pflegende arbeitete an meinem letzten Tag. Da ich das Gefühl hatte, dass er freundlich ist, hängte ich mich einfach an ihn und der anderen Pflegenden in diesem Bay.

Ich fühlte mich gut integriert. Ich bekam zwischendurch die Aufgabe auf eine Patientin aufzupassen, als die Pflegeassistentin etwas erledigen musste. Somit kam ich auch mit der Patientin ins Gespräch, welche eine Sitzwache benötigte.

Bei einer Patientin war ein Sack mit einer nutellafarbenen Flüssigkeit drinn. Etwas skeptisch blickte ich darauf und dachte mir, dass dies von einem Colonstoma sein könnte, was jedoch etwas weit weg währe vom künstlichen Darmausgang.

Als die Decke zur Seite gemacht wurde und die Patientin gedreht wurde, sah ich, dass ein Schlauch direkt aus ihrem Anus zu diesem Sack führte.
Natürlich fragte ich nach, da ich sowas noch nie gesehen hatte. Die Pflegende erklärte mir, dass dies so angebracht wird, wenn die Patienten stark dement sind, Bettruhe haben und viel Diarrhoe. Dies nahm ich mal so zur Kenntnis.

Was ich auch gesehen habe war, dass der Patientin mit Papiertüchern die Haare gewaschen wurde. Fand ich persönlich interessant, da wir dies mit einem Plastiksack gelernt haben, welchen man mit Wasser füllt.

Leider, leider habe ich den netten Pflegenden dabei gesehen, wie er eine Patientin einmal Katheterisiert hat – ohne sterile Handschuhe. Natürlich habe ich ihn darauf angesprochen, er sagte, dass er keine Zeit dafür hätte. Ich sah ihn skeptisch an und sagte ihm, dass seine Schicht 12 Stunden dauert und gerade mal 2 Stunden davon vorbei sei. Da hätte er bestimmt Zeit um Handschuhe zu holen. „Um jemand einmal zu Katheterisieren zieht niemand Handschuhe an“ sagte er und ich liess es mit dem weiteren Nachfragen.

Was ich sehr gut finde am Pflegen ist, dass die Pflegenden immer zu zweit sind bei einer Körperpflege und zwar von Anfang an.

Die Pflegende, welche mich mitbetreute an jenem Tag erzählte mir davon, dass sie damals in den Phillipinen alleine für 45 weiter Patienten zuständig war. Stellt euch das mal vor. 45Patienten und eine Pflegende. Unglaublich, undenkbar in der Schweiz.

Als meine 6h vorbei waren machte ich mich mit meiner Mitbewohnerin zusammen auf den Weg in die Stadt. Eigentlich waren es nicht mal 6 Stunden, da wir am Tag zuvor so lange bei der Reflexion bleiben mussten, haben wir (ohne das Wissen von anderen) die Zeit etwas kompensiert.
Wir wollten Zeit überbrücken, da unsere Hosts zu Hause Besuch haben, da die Mutter vom HostDad zwei Wochen zuvor verstorben ist.  Uns war der Gedanke Unangenehm, dass wir nach Hause gehen würden und alle stören wurden.

Um 15.00 Uhr machten wir uns dann trotzdem auf den Weg nach Hause. Schnell zogen wir uns ins Zimmer zurück.

Eine oder zwei Stunden später klopfte es an der Tür. Unser HostDad stand an der Tür und bat uns nach unten. Er wolle nicht, dass wir uns nur wegen dem im Zimmer verkriechen. Wir sollten mit ihm zusammen etwas Wein trinken, Sandwiches essen und wehe wir probieren nicht von seiner berühmt berüchtigten Karottentorte.

Wir gingen nach unten, wo wir dann zusammen mit ihm, seiner Frau, seiner Tochter und dessen Freundin einige Zeit zusammen verbrachten und viel lachten. Wir fühlten uns sehr gut integriert.

Anschliessend machten wir uns etwas zu Essen und zogen uns dann doch wieder auf Zimmer zurück, wo wir seine Torte assen. O.M.G. Diese war soooo lecker!

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hab da so ein Diplom erhalten, für die Bestätigung, dass ich die Zeit hier bestanden hab.

 Tag 13 – Die Präsentation

Gefreut haben wir uns nicht wirklich auf diesen Tag. Wir machten uns am Morgen auf den Weg nach Falmer, zur Brighton Universität. Wie hätte es auch anders sein sollen, vergassen ich und Christinna die Handynummer von der Zuständigen Person mitzunehmen. Somit standen wir nun da, am Bahnhof und wussten gerade nicht wirklich weiter.

Ich versuchte eine Email zu schreiben und kurze Zeit später kam der Zuständige Lehrer auch schon den Hügel herunter gerannt und nahm uns mit zum Campus.

Es ist ein riesiges Schulgelände.

Wir durften bei einem Skillstraining, welche die Vorbereitung vom OSCE der Schüler im ersten Bildungsjahr war zuschauen und anschliessend auch die Rolle des Patienten einnehmen, damit das ganze etwas realistischer rüberkommt.

Ich hab direkt mich ihn ihnen gesehen, mich im ersten Jahr. Verwirrt und etwas unbeholfen. Es war ein tolles Gefühl zu sehen, wie sicher ich mich nun in meinem Tun fühle.

Nach dem Mittagessen mussten wir unsere Präsentationen halten. Diese handelten sich über unser Heimatland und auch das Gesundheitssystem dort.  Wir hatten zwei Zuschauer. Eine dritte Person kam dann während Christinnas Präsentation dazu. Dieser schien jedoch benahe einzuschlafen.

Nach den Präsentationen, welche gut verliefen, sprachen wir noch etwas über Dinge, welche uns etwas merkwürdig vorkamen; zB das Händeschütteln.

Der Typ, welcher etwas später reinkam sagte etwas. Ich verstand kein Wort, da er mit irgend einem Dialekt sprach. Zu erst dachte ich, es ein russischer Dialekt. Jedoch war es ein Irischer Dialekt. Er brummte etwas vor sich hin. Ich und Christinna nickten und bejahten.

Als wir dann klitschnass am Bahnhof standen, da es so geregnet hatte, sprachen wir über diese Situation. Wie sich herausstellte, haben wir ihn beide nicht verstanden (bis auf einzelne Wörter) und nur genickt und bejaht.

Am Abend begann ich bereits zu packen.

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Tag 14 – Abschied nehmen

Das letzte Mal zu Spital gehen. Zusammen mit der Koordinatorin blickten wir nochmals auf die vergangenen zwei Wochen zurück. Reflektierten und sahen auch in die Zukunft.

Wir beide sind über uns hinausgewachsen, haben neue Erfahrungen gesammelt und das wichtigste – eine tolle, ehrliche und wunderbare Freundschaft geschlossen!

Nach dem wir uns von der Koordinatorin mit einer Umarmung verabschiedet haben machten wir uns auf zum Pier, jedoch war es so windig, dass wir in die Stadt flüchteten, um etwas Fudge zu kaufen.

Da es sehr stark zu regnen begann, gingen wir wieder nach Hause. Am Abend gönnten wir uns wieder eine Pizza.

Tag 15 – Goodbye Brighton

Jetzt sitz ich hier, seit drei Stunden, am Flughafen Gatwick.

Ich hatte eine unglaublich schlechte Nacht. Da ich mega nervös war habe ich kein Auge zugekriegt und mich nur hin und her gewälzt. Entweder war mir zu warm, zu kalt, unbequem, musste auf die Toilette oder ich hörte irgendwo Geräusche. Ich hätte am liebsten losgeheult, da ich Angst hatte, dass ich zu Müde bin am nächsten Morgen.

Um 04.50 Uhr klingelte der Wecker. Ich zwang mich aus dem Bett und zog mich an. Christinna war etwas früher aufgestanden, um das Makeup noch zu machen.

Wir machen uns 05.20 Uhr auf den Weg an den Flughafen, wo wir 6.30 Uhr ankamen.

Ich verabschiedete mich von meinem Partner in Crime von den letzten zwei Wochen. Ich hasse abschiede. Ich wünschte mir, dass wir etwas näher bei einander wohnen würden. Somit hätten wir die Chance uns etwas öfters zu sehen. Wir versprachen uns jedoch, dass wir weiterhin in Kontakt bleiben würden.

Sie war der Grund, weshalb ich mich bereits so früh zum Flughafen begab. Ich wollte einen richtigen Abschied, am richtigen Ort und nicht so halb verschlafen kurz umarmen und wieder zurück ins Bett liegen.

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Ich ging somit anschliessend zum Nord-Terminal, wo ich nun sitze. Ich macht mein Makeup und begann an diesem Tagebuch noch etwas weiter zu schreiben. Ich schreibe etwa seit 2 Stunden. Eine lange Zeit und ich bin noch nicht fertig.

Ich hatte eine wunderschöne Zeit in Brighton. Auch wenn ich anfangs sehr nervös war. Die Stadt ist wunderschön und ich liebe es in dieser Stadt.

Ich liebe die Offenheit.

Ich liebe die Gleichberechtigung.

Ich liebe das Meer.

Alles war perfekt!

Somit beende ich das Schreiben für den heutigen Tag,naja nicht ganz, nur bis mich die Lust wieder packt, und geh mir mal eine Toilette suchen und versuche, ob es jetzt möglich ist den Koffer einzuchecken.

Den Weg zur Toilette habe ich übrigens gefunden und mein Koffer ist nun auch eingecheckt. Zudem habe ich es durch die Sicherheitskontrolle geschafft und muss jetzt noch zwei Stunden warten bis mein Flug geht.

Ich freu mich schon so sehr endlich Tiago zu sehen (Und Domi und Jan – danke ihr süssen, dass ihr mich abholen kommt!)

Somit verabschiede ich mich definitiv. Vielleicht werde ich noch einen letzten Post machen, um mein Abenteuer abzuschliessen.

Bis dann!

Eure Kai ❤

Brighton 2017 part 2

Hallo meine Lieben ❤

(Ich entschuldige mich bereits für all die Rechtschreibe und Grammatikfehler!)

Jetzt bin ich bereits eine Woche hier. Den ersten Schock habe ich hinter mir und nun lebe ich mein Leben halt in England.

Ich freu mich schon nach Hause zu gehen, denn ich habe Heimweh nach Tiago. Jedoch würde ich trotzdem noch gerne etwas länger bleiben!

Christinna, das Mädchen von Dänemark und ich haben einen sehr guten Draht zu einander. Ich bin froh, dass wir beide nicht so kompliziert sind und relativ ähnlich ticken.

Tag 4 – Der erste Tag auf der Abteilung, Chaos

Heute hatte ich meinen ersten Tag auf der AMU-Abteilung (Akute Medizin Abteilung). Natürlich mussten wir früh aufstehen: 05.40 Uhr, wir machten uns bereit und verliessen das Haus um 06.25 Uhr wo wir dann den Bus nahmen. Leider fanden wir nicht die richtige Busstation und ganz nach oben zum Spital zu gelangen, somit mussten wir hoch marschieren.

Angekommen trennten sich unsere wege. Ratet mal wer verloren ging. Ja, ich. Nun stand ich da vor einer verschlossenen Tür. Am liebsten wäre ich nach Hause gegangen. Doch dann lief ich mal in die andere Richtung.
Auf einmal traf ich auf eine Pflegende, fragte sie nach dem Weg und ging weiter, der nächste Pflegende war auch schon da. Diesen fragte ich auch wo ich lang muss. Er zeigte mir einen Umkleideraum.

Ich betrat den kleinen, schmutzigen Raum. Es hatte viele Schliessfächer drinn, da hätten vielleicht drei Personen neben einander Platz, wenn sie sich zusammenquetschen. Also, eng.

Ich zog mich um und wieder ging ich verloren. Mein Orientierungssinn ist eine Katastrophe.

Als ich auf der Abteilung landete fand direkt der Rapport statt. Ich bekam einen Plan von der Abteilung, ich konnte vielem sogar folgen. Trotzdem merkte ich die ganze Zeit, dass es eine andere Sprache ist, welche ich nicht als Muttersprache spreche.

Zusammen mit der Abteilungsschwester hörte ich noch den ganzen Rapport von der Spätschicht/Nachtwache, anschliessend zeigte sie mir einige Dinge; die Ordner, wer welche Farbe trägt, das Observation Chart for national Early Warning, was bei ihnen das NEWS ist und somit ihnen die Pflegestufe zeigt.

Da es in England zu viele Menschen gibt und zu wenig Platz im Spital, wird die Zeit genausten pro Person gemessen, 12h ist die längste Zeit, welche sie in der Notaufnahme verbringen dürfen, dann müssen sie verlegt werden ins AMU, wo sie dann weitere Stunden auf eine Stationäre Verlegung warten oder sie gehen nach Hause.
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Jeder Patient wird durch einen Vorhang getrennt, welcher auch gezogen wird, wenn die Ärzte auf Visite kommen (Anstatt Paravane).

AMU ist eine gemischte Station, wo alles vorhanden ist; von Krebspatienten, über Herzbeschwerden , zu Rückenschmerzen, Kopfschmerzen.

Studierende Pflegepersonen dürfen keine Medikamente verabreichen, IV legen oder geben, sowie auch nicht Blut abnehmen.

Die Station ist sehr lebendig, die Pflegenden sind immer in Bewegung und kommen kaum dazu eine Pause zu machen oder geschweige dem sich mal zu setzen.

 

 

 

Am Abend war ich k.o. Ich wollte nurnoch schlafen. Ich hatte keinen schluck Wasser getrunken, geschweige dem etwas gegessen. Mein Kopf schmerzte so sehr.

Wir nahmen den Bus nach Hause, machten uns kurz was zu essen, schrieben unsere Arbeiten und gingen dann ins Bett.

Tag 5 – Jeder ist wichtig

Früh morgens machten wir uns wieder auf den Weg zur Arbeit.  Ich fand sogar den Weg zur Abteilung ohne zu fragen. Natürlich lief jedoch meine Lunchbox aus, somit hatte ich einen Fleck, direkt oberhalb von der oberen Tasche am Kasak.

Die Rapportabgabe fand statt und dabei wurde aufmerksam gemacht, dass die pflegenden kein Wort über Politik verlieren dürfen, auch nicht auf Facebook.

Eigentlich hätte ich ins Ambulatorium gehen sollen, jedoch war nicht viel zu tun, somit wurde ich zurück geschickt.

An jenem Tag habe ich versucht nicht nur die Unterschiede, sondern auch die Gemeinsamkeiten zum Gesundheitssystem/Spitalsystem/Alltag in der Schweiz fest zu halten. Ich finde dies wichtig, da man sonst sehr negativ belastet ist über einen Ort.

Den Engländern ist die Kommunikation sehr wichtig. Wichtig ist auch immer wie und wo dass sie kommunizieren (Nie vor dem Patient über Patienten reden). Zudem ist ihnen Höflichkeit etwas vom wichtigsten. Oft benutzen sie „Darling“, „Lovely“, „Sorry“, „Love“ ect. Um miteinander zu sprechen. Sie sind sehr gesprächig unter einander und machen auch viele Witze zusammen (wie wahrscheinlich in jeder Kultur).

Nicht nur die Kommunikation, sondern auch der gegenseitige Respekt ist für sie wichtig. Sie sind, immer freundlich und werden dazu auch „trainiert“ und auch das korrekt sein ist ihnen wichtig. Sie würden niemals zeigen, dass sie wütend sind oder etwas als negativ empfinden.

Hingegen sind Grenzüberschreitungen ein No-Go. Der Berufsbildungsverantwortliche hat eine Sitzung gekanzelt, damit er mit einem Patienten sprechen kann, welcher eine Pflegende Verbal beleidigt hat. Schlussendlich kam die Polizei um die Situation aufzuklären.

Auch Ärzte wurden bereits gefeuert, da man ein solches Verhalten nicht duldet.

Ich und Christinna gingen anschliessend zum Meer, wo wir am Pier entlang spazierten, bis wir dann noch einkaufen gingen und dann nach Hause um zu kochen.

Morgen ist mein letzter Arbeitstag diese Woche, ich bin froh, ich brauch Schlaf.

 

Tag 6 – Englische Schimpfwörter

Über diesen Tag möchte ich nicht wirklich viele Wörter verlieren.

Den ganzen Tag stand ich an einem Bett bei einer Patientin, welche herum schrie, agitiert und aggressiv war. Somit war ich den ganzen Tag dort beschäftigt.

Nach der Arbeit gingen wir wieder am Pier entlang nach Hause, wo wir dann entschieden was wir am Wochenende tun möchten; Shoppen!

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Tag 7 – Die Eichhörnchenflüsterin

Am Freitag waren wir mit der Koordinatorin beim Pavillon hier in Brighton verabredet. Wir begrüssten sie und sie fragte uns, ob wir beireits Eichhörnchen gesehen haben. Wir sagten nein und sie meinte, dass das rufen von Eichhörnchen ihr verstecktes Talent ist. Wir lachten.

Wir spazierten dort etwas im Garten herum und auf einmal machte sie komische Geräusche. Ich musste mich richtig zusammen nehmen, dass ich nicht laut loslache (Christinna übrigens auch, wie sie mir dann im nachhinein sagte).

Wir bekamen einen Eintritt bezahlt um uns den Pavillon von innen an zusehen – wunderschön ists dort drinn! Aussen erinnerts an Indien, innen ist jedoch alles Asiatisch-Inspiriert. Jeder der die Chance hat rein zu gehen – tut es, es lohnt sich! Zudem erfährt man etwas über die Geschichte – was auch immer gut ist.

Als die Tour beendet war, machten wir uns auf den Weg zu einem Rehabilitationscenter. Natürlich hab ich, bis ich zu Hause war, nicht wirklich verstanden wo wir sind.

Zusammen mit einer leitenden Person von dort sahen wir uns alles an und machten uns anschliessend auf den Weg in die Stadt, um uns schonmal etwas um zu sehen.

Am Abend gönnten wir uns eine Pizza.

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Somit war die erste Arbeitswoche beendet.

Ich bin gespannt, wie die zweite Woche wird, ich hoffe die andere Abteilung ist nicht so dunkel wie die, auf der ich war. Zudem hoff ich auch, dass ich bei einer Operation zuschauen kann und auch, dass die Zeit schnell vorbei geht (7.30 Uhr auf der Abteilung stehen zerstört mich)

Bis zum nächsten Post!

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Liebe Grüsse aus Brighton

eure Kai ❤

Paris 2017

Hallo meine Lieben ❤

Eigentlich wollte ich diesen Post schon viel früher schreiben, denn ich bin ja auch schon seit zwei Wochen wieder zurück.

Ich und Tiago waren vor 2 Wochen für drei Tage in Paris, in der Stadt der Liebe.

Bereits vorgängig haben wir uns die Zugtickets geholt, byemoneybye. Natürlich brachte dies unser ganzes Erspartes durcheinander und den Rest vom März verbrachten wir mit wenig Essen und halt auch mit wenig weggehen (Kein Geld zu haben ist übrigens eine gute Form der Diät).

Dann an am Freitagmorgen war es so weit. Am Abend zuvor gingen wir zu meinen Schwiegereltern übernachten, da sie näher vom Bahnhof leben als wir. Dies verkürzte uns auch die Reisezeit ein wenig.
Wir sassen ungefähr drei Stunden im Zug. Ich mag mich jedoch nicht mehr daran erinnern, womit ich die Zeit todgeschlagen habe.

In Paris angekommen musste Tiago die Führung übernehmen, da sobald es um Orientierung an fremden Orten geht bin ich eine Katastrophe.
Kurze Zeit nach der Ankunft am Bahnhof standen wir auch bereits schon in unserem Hotel, wo wir sehr freundlich empfangen wurden und direkt das Zimmer bekamen.

Das Zimmer war klein, hatte ein Doppelbett, ein Waschbecken, einen Kühlschrank, eine Fensterfront und einige Schränke. Genug für uns zwei, mehr haben wir nicht gebraucht.

Kaum angekommen, machten wir uns wieder auf den Weg nach draussen.

Bereits im 2011 war ich schon mal in Paris. Weswegen ich einfach wusste, dass es Nôtre Dame und den Eiffelturm gibt.

Wir liefen somit von der Bastille Metro bis zum Nôtre Dame.Das Wetter war wunderbar. Angekommen, wurden Fotos gemacht.20170407_150840514_iOS

Es hatte viele Leute, welche da chillten. Ich wollte jedoch weiter, ich wollte den Eiffelturm sehen.
Wir liefen.. und liefe20170408_074256534_iOSn.. kamen am Montparnasse an und liefen weiter.. nach etwa zwei

Stunden kamen wir beim Eiffelturm an. „Der ist ja gar nicht so gross.“ äusserte Tiago. Stimmt. der Eiffelturm scheint auf Bildern riesig zu sein. In Wirklichkeit ist es so hoch wie 1200 Cheeseburger aufeinander gestapelt. Also nicht wirklich hoch oder? (das sind 300 Meter, ich hoff mal, dass ich das richtig ausgerechnet habe 😛 )

Viele Touristen, sehr viele, befanden sich dort. Ach übrigens, die Bäume sehen auf den Fotos aus wie schlecht gephotoshoppt.

Wir blieben etwas dort, beobachteten die anderen Leute und unterhielten uns. Wow, wie romantisch, ne?

Eine Freundin aus der Schule erzählte mir vom Montparnasse, der beste Aussichtspunkt. Somit machten wir uns auf den Weg dorthin. Ich wollte unbedingt vor Sonnenuntergang dort sein. Natürlich waren wir nicht die einzigen mit dieser Idee. Trotzdem mussten wir nur rund 15 Minuten anstehen.

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Ja, eigentlich leide ich unter Höhenangst, jedoch war dort oben alles okay. Überall waren Glaswände und ich traute mich bis an den Rand. Ich hatte nicht das Gefühl herunter zu fallen. Natürlich ist das bei jedem Mensch anders.

Es war jedoch wunderschön dort oben. Wir hatten Aussicht über ganz Paris und es war Sonnenuntergang!

Wir sahen uns das ganze an, sowie auch viele, viele andere Menschen.

Als wir dann nach Hause gehen wollten, wollten wir mit der Metro fahren. Als ich dann am Informationsschalter etwas nachfragen ging, wurde ich nur doof angeschaut. „I don’t speak english.“ Okay. „Je ne parle pas francais.“ Dachte ich mir.

Schlussendlich fanden wir jedoch trotzdem nach Hause.

Am Tag darauf lief mir die ganze Zeit das Lied „Champs Elysees“ nach. Somit begaben wir uns auch dort hin. Schöne Strasse. Gekauft haben wir nicht. Alles schien zu teuer zu sein.

Wir fuhren mit der Metro somit zum Louvre, da wir das einfach noch sehen wollten, gaben jedoch kein Geld für den Museumsbesuch aus. Zu teuer und die Schlange schien unendlich lang zu sein.


Am Abend war es dann so weit.

All Time Low live in Paris.
(Leider habe ich keine Fotos, nur Videos)

Seit die Tickets zum Verkauf standen war ich schon aufgeregt und freute mich riesig darauf! Wir mussten ungefähr eine halbe Stunde anstehen. Wenn sie in der Schweiz spielen kann man einfach in die Konzertlocation reinmarschieren.

Ich war so unglaublich nervös, da sie meine Lieblingsband sind. Ich fühlte mich wieder wie sechszehn. Während einem Lied wollte mich Tiago auf die Schultern nehmen. Okay, ich habe es versucht. Jedoch bin ich mit meinem Bein abgerutscht und sass somit für einige Minuten auf EINER der beiden Schultern.

Das Konzert war jedoch sehr toll! Ich hatte so einen Spass!

Den letzten Tag von unserem Trip verbrachten wir in diversen Strassenkaffees. Wir schlenderten von einem Kaffee zum anderen, bis wir dann unseren Zug zurück in die Schweiz nehmen mussten.

Ich hatte ein tolles Wochenende in Paris, wo wir unser zweijähriges gefeiert haben! Danke Tiago, für die tolle Reise!

Bis zum nächsten Post und ein schönes Wochenende!

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Eure Kai ❤