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Brighton 2017 part 4

Tag 11 – Spannende Operation – nichts gesehen

An meinem 11. Tag wäre ich am liebsten im Bett geblieben. Ich fühlte mich unwohl und wollte nicht zur Arbeit. Nur, weil ich mich am Tag zuvor nicht willkommen fühlte und auch weil mir so langweilig war. Trotzdem zwang ich mich dazu aufzustehen und diese paar Stunden hinter mich zu bringen.

Ich kam auf die Abteilung, war wie jeden Tag pünktlich da. Leider wusste ich den Pin von der Tür, hinter der der Rapport stattfand, nicht. Somit klopfte ich, wie man das halt so macht, wenn man irgendwo rein will und die Tür verschlossen ist.

Niemand öffnete. Ich wartete, klopfte nochmals. Nichts. Okay, ist wohl noch niemand da – dachte ich mir.

Auf einmal hielt jemand den Kopf aus der Küche und sagte mir den Pincode. Diesen gab ich ein und betrat den Raum. Zwei Personen sassen drinn. Zum einen die, die am Tag zuvor mit dem Handy bei den Patienten spielte und ein anderer. Natürlich sagte ich trotzdem „Good Morning“ und setzte mich hin. Die beiden murmelten jedoch nur etwas unverständliches vor sich hin und wandten sich dann weg. Ich wurde wütend. Am liebsten hätte ich denen meine Meinung gesagt, was ich jedoch liess. Wahrscheinlich wird sie bald mal Probleme mit ihren Gelenken, ihrem Blutzucker und ihrem Herzen kriegen, wenn sie weiterhin so viel ungesundes Zeugs in sich stopft. Somit wird sich das ganze rächen. Und der andere? Dem wünsch ich auch so etwas. Ja, ich war und bin unglaublich wütend.

Für die Übergabe der Nachtwache erhielt ich kein Blatt mit Patienteninformationen, störte mich auch nicht, da ich sowieso bei einer Operation reinschauen wollte.

Die Abteilungsleitung, welche mir am Tag zuvor keinen Blick würdigte, kam nach der Übergabe auf mich zu und nahm ich mit zur Patientin, welche operiert werden sollte. Für die Patientin war es in Ordnung, dass ich zuschauen kommen.

Ich erfuhr, dass nicht nur die Bezugspflege ein Thema ist, sondern auch die Funktionelle Pflege. Somit haben einige eine Spezielle Aufgabe; zB eine Person ist für alle Blutzuckermessungen zuständig.

An den Seiten des Kopfes hatte die Patientin Schrauben, mit einem ungefähren Durchmesser von 0.8 cm. Sie war dann an einem Hacken befestigt, welches auch am Bett befestigt war, damit ihre Wirbel beim Hals genügend gestreckt wurden.

Mit einer Pflegefachperson zusammen begleitete ich die Patientin zum Röntgen und 18519478_10213364383326012_5455728262797603086_nanschliessend zu den „Theaters“. Mir wurde neue Kleidung gegeben und auch eine Haube für über die Haare, sowie auch eine Maske, welche ich mir über die Mund-Nasen-Partie zog.

Die Vorbereitung der Patientin dauerte zwei Stunden, somit war 11.50 Uhr, bis Mal etwas geschah. Die vorherige Zeit wurde mir alles erklärt.

Um 12.00 Uhr wurde mir gesagt, dass ich doch Pause machen soll, was ich auch tat, da ich wirklich hungrig war. Eine halbe Stunde später ging ich wieder zurück.

Gesehen habe ich.. nichts. Als ich für eine kleine Steh-Erhöhung fragte, sagte man mir, dass sie diese im Moment nicht besorgen können.

Um 13 Uhr machte ich dann bereits Feierabend, auch wenn ich nichts gesehen hatte. Doch ich musste mit Christinna noch mit der Koordinatorin zusammensitzen, da wir noch unser Tag reflektieren sollten.

Dabei kam heraus, dass die Koordinatorin etwas geschockt war, dass ich ihr auf ihr Mail „Dear Mrs xxxx..“ antwortete. Natürlich dachte ich beim Mail schreiben nicht daran, dass  die Briten alle untereinander „per Du“ sind. Sie sagte, dass sie sich im ersten Moment etwas bevormundet fühlte, da man sie nur so nennt, wenn man wütend auf sie ist. Jedoch überlegte sie dann, dass ich aus der Schweiz kommen und Vorgesetzte immer gesiezt werden (ausser sie bieten das Du an).

Wir diskutierten auch darüber, dass die Körpersprache für mich und Christinna eine wichtige Bedeutung hat für diesen Austausch, da wir teils nicht alle Wörter kennen. Ich bemerkte dies selber auch, ich setzte meine Hände oft ein, wenn ich am Reden war.

Auch das Händeschütteln, oder eben das nicht Händeschütteln wurde wieder Thema. Wir konnten uns noch immer nicht erklären weshalb man mit niemanden die Hände schüttelt, ausser wenn man ein Job-Interview hat.
Doch die Patienten werden dafür „Darling“ „My Love“ „Dear“ ect. Genannt? Für uns ging die Rechnung nicht ganz auf. Denn für mich und Christinna ist dies von Bedeutung in der Pflege beim ersten Kontakt mit dem Patienten.

Nach der Reflexion machten wir uns zu Fuss auf nach Hause, da wir müde waren.

Tag 12 – Die Karottentorte

Mit einem etwas besseren Gefühl verliess ich am Mittwoch das Haus. Auch wenn ich noch immer wütend war auf die, die mir die Tür nicht öffneten, war mir dies an jenem Tag egal, da dies mein letzter Tag auf der Abteilung war.

An meinem ersten Tag auf dieser Abteilung kam einer der Pflegenden der Nachtwache zu mir und fragte mich, ob ich im italienischen Teil der Schweiz lebe, somit kamen wir dann ins Gespräch.

Dieser Pflegende arbeitete an meinem letzten Tag. Da ich das Gefühl hatte, dass er freundlich ist, hängte ich mich einfach an ihn und der anderen Pflegenden in diesem Bay.

Ich fühlte mich gut integriert. Ich bekam zwischendurch die Aufgabe auf eine Patientin aufzupassen, als die Pflegeassistentin etwas erledigen musste. Somit kam ich auch mit der Patientin ins Gespräch, welche eine Sitzwache benötigte.

Bei einer Patientin war ein Sack mit einer nutellafarbenen Flüssigkeit drinn. Etwas skeptisch blickte ich darauf und dachte mir, dass dies von einem Colonstoma sein könnte, was jedoch etwas weit weg währe vom künstlichen Darmausgang.

Als die Decke zur Seite gemacht wurde und die Patientin gedreht wurde, sah ich, dass ein Schlauch direkt aus ihrem Anus zu diesem Sack führte.
Natürlich fragte ich nach, da ich sowas noch nie gesehen hatte. Die Pflegende erklärte mir, dass dies so angebracht wird, wenn die Patienten stark dement sind, Bettruhe haben und viel Diarrhoe. Dies nahm ich mal so zur Kenntnis.

Was ich auch gesehen habe war, dass der Patientin mit Papiertüchern die Haare gewaschen wurde. Fand ich persönlich interessant, da wir dies mit einem Plastiksack gelernt haben, welchen man mit Wasser füllt.

Leider, leider habe ich den netten Pflegenden dabei gesehen, wie er eine Patientin einmal Katheterisiert hat – ohne sterile Handschuhe. Natürlich habe ich ihn darauf angesprochen, er sagte, dass er keine Zeit dafür hätte. Ich sah ihn skeptisch an und sagte ihm, dass seine Schicht 12 Stunden dauert und gerade mal 2 Stunden davon vorbei sei. Da hätte er bestimmt Zeit um Handschuhe zu holen. „Um jemand einmal zu Katheterisieren zieht niemand Handschuhe an“ sagte er und ich liess es mit dem weiteren Nachfragen.

Was ich sehr gut finde am Pflegen ist, dass die Pflegenden immer zu zweit sind bei einer Körperpflege und zwar von Anfang an.

Die Pflegende, welche mich mitbetreute an jenem Tag erzählte mir davon, dass sie damals in den Phillipinen alleine für 45 weiter Patienten zuständig war. Stellt euch das mal vor. 45Patienten und eine Pflegende. Unglaublich, undenkbar in der Schweiz.

Als meine 6h vorbei waren machte ich mich mit meiner Mitbewohnerin zusammen auf den Weg in die Stadt. Eigentlich waren es nicht mal 6 Stunden, da wir am Tag zuvor so lange bei der Reflexion bleiben mussten, haben wir (ohne das Wissen von anderen) die Zeit etwas kompensiert.
Wir wollten Zeit überbrücken, da unsere Hosts zu Hause Besuch haben, da die Mutter vom HostDad zwei Wochen zuvor verstorben ist.  Uns war der Gedanke Unangenehm, dass wir nach Hause gehen würden und alle stören wurden.

Um 15.00 Uhr machten wir uns dann trotzdem auf den Weg nach Hause. Schnell zogen wir uns ins Zimmer zurück.

Eine oder zwei Stunden später klopfte es an der Tür. Unser HostDad stand an der Tür und bat uns nach unten. Er wolle nicht, dass wir uns nur wegen dem im Zimmer verkriechen. Wir sollten mit ihm zusammen etwas Wein trinken, Sandwiches essen und wehe wir probieren nicht von seiner berühmt berüchtigten Karottentorte.

Wir gingen nach unten, wo wir dann zusammen mit ihm, seiner Frau, seiner Tochter und dessen Freundin einige Zeit zusammen verbrachten und viel lachten. Wir fühlten uns sehr gut integriert.

Anschliessend machten wir uns etwas zu Essen und zogen uns dann doch wieder auf Zimmer zurück, wo wir seine Torte assen. O.M.G. Diese war soooo lecker!

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hab da so ein Diplom erhalten, für die Bestätigung, dass ich die Zeit hier bestanden hab.

 Tag 13 – Die Präsentation

Gefreut haben wir uns nicht wirklich auf diesen Tag. Wir machten uns am Morgen auf den Weg nach Falmer, zur Brighton Universität. Wie hätte es auch anders sein sollen, vergassen ich und Christinna die Handynummer von der Zuständigen Person mitzunehmen. Somit standen wir nun da, am Bahnhof und wussten gerade nicht wirklich weiter.

Ich versuchte eine Email zu schreiben und kurze Zeit später kam der Zuständige Lehrer auch schon den Hügel herunter gerannt und nahm uns mit zum Campus.

Es ist ein riesiges Schulgelände.

Wir durften bei einem Skillstraining, welche die Vorbereitung vom OSCE der Schüler im ersten Bildungsjahr war zuschauen und anschliessend auch die Rolle des Patienten einnehmen, damit das ganze etwas realistischer rüberkommt.

Ich hab direkt mich ihn ihnen gesehen, mich im ersten Jahr. Verwirrt und etwas unbeholfen. Es war ein tolles Gefühl zu sehen, wie sicher ich mich nun in meinem Tun fühle.

Nach dem Mittagessen mussten wir unsere Präsentationen halten. Diese handelten sich über unser Heimatland und auch das Gesundheitssystem dort.  Wir hatten zwei Zuschauer. Eine dritte Person kam dann während Christinnas Präsentation dazu. Dieser schien jedoch benahe einzuschlafen.

Nach den Präsentationen, welche gut verliefen, sprachen wir noch etwas über Dinge, welche uns etwas merkwürdig vorkamen; zB das Händeschütteln.

Der Typ, welcher etwas später reinkam sagte etwas. Ich verstand kein Wort, da er mit irgend einem Dialekt sprach. Zu erst dachte ich, es ein russischer Dialekt. Jedoch war es ein Irischer Dialekt. Er brummte etwas vor sich hin. Ich und Christinna nickten und bejahten.

Als wir dann klitschnass am Bahnhof standen, da es so geregnet hatte, sprachen wir über diese Situation. Wie sich herausstellte, haben wir ihn beide nicht verstanden (bis auf einzelne Wörter) und nur genickt und bejaht.

Am Abend begann ich bereits zu packen.

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Tag 14 – Abschied nehmen

Das letzte Mal zu Spital gehen. Zusammen mit der Koordinatorin blickten wir nochmals auf die vergangenen zwei Wochen zurück. Reflektierten und sahen auch in die Zukunft.

Wir beide sind über uns hinausgewachsen, haben neue Erfahrungen gesammelt und das wichtigste – eine tolle, ehrliche und wunderbare Freundschaft geschlossen!

Nach dem wir uns von der Koordinatorin mit einer Umarmung verabschiedet haben machten wir uns auf zum Pier, jedoch war es so windig, dass wir in die Stadt flüchteten, um etwas Fudge zu kaufen.

Da es sehr stark zu regnen begann, gingen wir wieder nach Hause. Am Abend gönnten wir uns wieder eine Pizza.

Tag 15 – Goodbye Brighton

Jetzt sitz ich hier, seit drei Stunden, am Flughafen Gatwick.

Ich hatte eine unglaublich schlechte Nacht. Da ich mega nervös war habe ich kein Auge zugekriegt und mich nur hin und her gewälzt. Entweder war mir zu warm, zu kalt, unbequem, musste auf die Toilette oder ich hörte irgendwo Geräusche. Ich hätte am liebsten losgeheult, da ich Angst hatte, dass ich zu Müde bin am nächsten Morgen.

Um 04.50 Uhr klingelte der Wecker. Ich zwang mich aus dem Bett und zog mich an. Christinna war etwas früher aufgestanden, um das Makeup noch zu machen.

Wir machen uns 05.20 Uhr auf den Weg an den Flughafen, wo wir 6.30 Uhr ankamen.

Ich verabschiedete mich von meinem Partner in Crime von den letzten zwei Wochen. Ich hasse abschiede. Ich wünschte mir, dass wir etwas näher bei einander wohnen würden. Somit hätten wir die Chance uns etwas öfters zu sehen. Wir versprachen uns jedoch, dass wir weiterhin in Kontakt bleiben würden.

Sie war der Grund, weshalb ich mich bereits so früh zum Flughafen begab. Ich wollte einen richtigen Abschied, am richtigen Ort und nicht so halb verschlafen kurz umarmen und wieder zurück ins Bett liegen.

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Ich ging somit anschliessend zum Nord-Terminal, wo ich nun sitze. Ich macht mein Makeup und begann an diesem Tagebuch noch etwas weiter zu schreiben. Ich schreibe etwa seit 2 Stunden. Eine lange Zeit und ich bin noch nicht fertig.

Ich hatte eine wunderschöne Zeit in Brighton. Auch wenn ich anfangs sehr nervös war. Die Stadt ist wunderschön und ich liebe es in dieser Stadt.

Ich liebe die Offenheit.

Ich liebe die Gleichberechtigung.

Ich liebe das Meer.

Alles war perfekt!

Somit beende ich das Schreiben für den heutigen Tag,naja nicht ganz, nur bis mich die Lust wieder packt, und geh mir mal eine Toilette suchen und versuche, ob es jetzt möglich ist den Koffer einzuchecken.

Den Weg zur Toilette habe ich übrigens gefunden und mein Koffer ist nun auch eingecheckt. Zudem habe ich es durch die Sicherheitskontrolle geschafft und muss jetzt noch zwei Stunden warten bis mein Flug geht.

Ich freu mich schon so sehr endlich Tiago zu sehen (Und Domi und Jan – danke ihr süssen, dass ihr mich abholen kommt!)

Somit verabschiede ich mich definitiv. Vielleicht werde ich noch einen letzten Post machen, um mein Abenteuer abzuschliessen.

Bis dann!

Eure Kai ❤

Internetfreundschaft?

Heut zu Tage kann man sich ja auf X-Wege kennenlernen. Sei es in einem Club, auf der Strasse, wenn man mutig genug ist jemanden anzusprechen, jedoch haben wir seit der Erfindung von Chatrooms und Messenger auch die Möglichkeit jemanden über das Internet kennen zu lernen. Auch mit Apps wie Badoo, Lovoo und wie auch immer die heissen kommt man schnell zu Dates.

Ich möchte euch meine Geschichte erzählen über eine oder besser gesagt DIE Internetfreundschaft.

Begonnen hat das, als ich etwa 11 Jahre jung war, im 2005. Einige Jungs aus meiner Klassen schwärmten von einem Chatroom, im Internet, welcher mega cool sei.
Bis dahin hatte ich nie gross etwas mit dem Computer, geschweige dem Internet zu tun. Das einzige was ich zu der Zeit am PC gemacht habe, war, dass ich Paint geöffnet habe und gezeichnet hatte.

An dem Tag lies ich mir die Internetadresse aufschreiben von einem Jungen und ging Habbosofort auf die Seite: http://www.Habbo.ch.

Ich konnte mir einen Usernamen wählen und mich so gestalten wie ich wollte. Da ich ein riesiger Kamikaze Kaito Jeanne -Fan war nannte ich mich „Maron@“.
Es ging schnell und ich fand viele Freunde und konnte mit meinen Freunden chatten und die Zeit verbringen. Ich hatte als Kind nie viele Freunde, also war diese Plattform perfekt für mich.

An irgendeinem Tag sah ich den Raum „Pinker Anime Raum“, welchen ich sofort betrat, da rosa meine Lieblingsfarbe ist und ich Animes nun mal liebte. Ich verbrachte einige Zeit in dem Raum und sprach dann die Besitzerin von dem Raum an. Idata. Ich sagte ihr, wie sehr ich Animes liebte und schnell fanden wir heraus, dass wir beide die Selben Animes mögen. Der Beginn einer Freundschaft. Wir chatteten jeden Tag zusammen und ich lernte ihre Schwester, welche auch online aktiv war kennen. Sie hatte einen blauen, männlichen Charakter, Blauling, welcher dann mein „Habbo-Freund“ war.
Mit der Zeit war jedoch Habbo nicht mehr so das wahre, wir fanden uns auf Animexx wieder und dann im MSN. MSN war das, was alle hatten. Schnell Nachrichten verschicken, mit einander „Camen“ und sprechen (Natürlich nur, wenn man ein Mikrophon und eine Webcam hatte).

Ich und Idata verbrachten Stunden auf MSN um miteinander zu chatten. Sie lebte auch in der Schweiz, leider viel zu weit weg von mir. Es war nicht möglich sie zu treffen, da meine Mutter dagegen war, ihre auch. Also haben wir uns heimlich mit dem Haustelefon angerufen, viel gesagt wurde nicht, da wir beide sehr schüchtern waren. Wir haben vielleicht so 5 Minuten mit einander telefoniert und dann wieder aufgelegt.

Langsam verflog der Kontakt jedoch, die Pubertät traf ein und wir interessierten sich für unterschiedliche Sachen. Trotz dem, hatten wir alle zwei Monate kurz miteinander Kontakt. Auch wenn es nur ein „Hallo, wie gehts?“ war.

Im 2012 war ich in Zürich. Irgendwie kam mir dann der Gedanke, dass ich sie eigentlich besuchen könnte. Per Zufall kam mir in den Sinn in welchem Geschäft dass sie arbeitet und ich ging dort hin. Wenn ich daran denke, werde ich gleich wieder nervös.
Ich stand etwa eine halbe Stunde vor dem Geschäft und wusste nicht ob ich nun hinein soll oder nicht. Ich tat es.
Ich ging hinein, sie kam nach vorne sagte nur „Grüezi“ und ging wieder durch die Tür raus, hat mich kaum angesehen. Da ich jedoch nicht für nichts hinein wollte ging ich schnell zum Getränkeregal. Dort schnappte mir eine Coladose und kratzte mein letztes Münzgeld aus dem Portemonnaie (Zum Glück hatte ich noch 70Rappen dabei).
Beim Bezahlen sagte ich dem Verkäufer, er solle Soni einen Gruss ausrichten. Der Typ sagte mir, dass sie jedoch hier wäre und ging sie gleich holen. Ich war total überfordert. Ich wusste nicht ob ich dafür bereit war.
Sie kam nach vorne zur Theke, wie alle anderen Mitarbeiter auch. Sie sah mich an. Dies waren die längsten paar Sekunden in meinem Leben. Wir sahen uns so lange an. Bis ich die Stille mit einem „Hallo“ brach. Sie sah mich weiterhin an. Ich weiss nicht, ob sie mich erkannt hat. Plötzlich weiteten sich ihre Augen und sie sagte meinen Namen: „Kai..?“ Ich nickte und sofort kam sie auf mich zu und umarmte mich.
Nach 6Jahren konnten wir uns endlich in die Arme schliessen. Ich war so glücklich und überfordert, aber vorallem glücklich!
Seit dem Tag hatten wir bis heute fast jede Woche mindestens an einem Tag Kontakt. Wir haben und seither auch relativ oft getroffen und ich habe mal fünf Tage bei ihr, ihrer Schwester und ihrer Mutter verbracht.
Ich bin so froh, dass ich sie als einer meiner besten Freundinnen haben darf. Ich kennen nur wenige so herzliche Menschen, welche alles mit anderen teilen möchten und so viel Liebe teilen.
Bereits als ich 11 Jahre alt war, sah ich sie als grosse Schwester, auch wenn sie um einiges kleiner ist als ich .

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Manchmal verdrehe ich die Augen, wenn ich höre, dass andere jemanden über das Internet kennen gelernt hat. Doch dann kommt mir meine, unsere Geschichte in den Sinn. Ein kleiner Zufall, der das Leben so sehr bereichern kann!

Liebe Sunii, ich wünsche dir alles, alles gute und nur das Beste zu deinem Geburtstag! Ich bin so happy, dass ich bereits so viele Geburtstage mit dir zusammen erlebenn durfte!

Geniesse deinen Tag! Ich hab dich lieb!

Deine Kai ❤

Brighton 2017 part 3

 Tag 8 – Byemoneybye

Endlich, endlich waren wir ausgeschlafen. Wir konnten es beinahe nicht fassen wie es sich anfühlt genügend Schlaf gekriegt zu haben. Wir fühlten uns toll!

Ohne Stress machten wir uns Frühstück, welches wir zu uns Nahmen und uns dabei viel Zeit nahmen.

Anschliessend machten wir uns bereit um in die Stadt zu gehen – Shoppen war angesagt!

Wir machten uns somit auf den Weg zur Churchill Square, wo wir uns ins Shoppingcenter begaben. Wir haben soooo viele Kleider anprobiert und auch gekauft – ich glaube, dass ich schon lange nicht mehr so erfolgreich war beim Shoppen.

Jedoch hatte ich etwas Mühe das Geld umzurechnen – ich denke, dass etwas zu viel Geld floss. Egal, Geld ist da um es auszugeben. Wenn ich morgen vom Bus überfahren werde, dann hätte ich nie Freude daran gehabt.

Wir verbrachten somit einen tollen Tag zusammen, haben uns gegenseitig beraten und viel Spass zusammen gehabt.

Mit vollen Taschen gönnten wir uns am Abend noch einen mega leckeren Burger im Jamie’s Italian. Nicht nur der Burger war klasse, auch das Dessert, der Brownie, welchen wir noch bestellten war so unglaublich lecker!

Da wir jedoch vom ganzen Geld ausgeben müde wurden, verbrachten wir den Abend zu Hause.

Tag 9 – Annoying ppl

Bereits um 06.00 Uhr Morgens wurde ich wach und lang wach im Bett. Ich versuchte einige  Videos auf Youtube anzuschauen, da ich nicht mehr schlafen konnte und ich Christinna nicht wecken wollte. Glücklicherweise wurde sie auch vor 09.00 Uhr wach und meine Langeweile verschwand somit.

Wir nahmen uns vor, ein neues Busticket zu kaufen und auch zu den „Seven Sisters“, einer Klippe zu gehen.

Somit begaben wir uns wieder in die Stadt, als wir fragen gingen wegen den Tickets meinte die Verkäuferin, dass wir keinen Studierendenrabatt bekommen. Wir sagten ihr jedoch, dass wir den das letzte Mal bekommen haben und dass wir den trotzdem gerne hätten. Sie sagte nur „Thank you.“ Und bediente gleich den nächsten Kunden. Ich wünsche ihr Durchfall.

Somit gingen wir halt die Busstation suchen. Gefunden haben wir sie nicht. Wir wurden jedoch angesprochen ob wir eine Sightseeing-Tour machen wollen. War auch eine gute Idee, wir stiegen in den Bus ein und gingen ans obere Deck, da das Wetter mega gut war. Wir setzten uns in die zweite Reihe, damit wir vom Wind geschützt waren und auch etwas von der Sonne abbekamen.18486078_10213326292253759_1403157675245183022_n

Beim Bahnhof Brighton stiegen dann zwei Personen ein, er war ungefähr 30 und sie schien seine Mutter zu sein. Sie setzten sich vor uns.

Die ganze Fahrt haben sie in einem so unglaublich lauten Ton miteinander Gesprochen, dass wir gar nicht mehr hörten was der Bus „erzählt“. Wir setzten  uns wütend in eine Reihe, welche weiter hinten war (eigentlich hätten wir einfach was sagen sollen) und es war soooooo windig!

Wir machten die Tour jedoch noch fertig und gingen dann noch etwas zu essen einkaufen und spazierten gemütlich nach Hause.

Tag 10 – Langweilige sechs Stunden

Der Morgen begann wie jeder andere Arbeitstag. Viel zu früh.

Das Wetter entsprach auch unserer Laune; kalt, windig, regnerisch.

Ohne mich zu verlaufen bin ich auf der Station angekommen. Dies war bereits merkwürdig. Natürlich konnte ich nicht ankommen, ohne dass irgendetwas ist. Nein. Der Umkleideraum war geflutet. Ich kämpfte mich durch die 6mm Wasser und setzte mich auf einen Stuhl, wo ich mich versuchte um zu ziehen. Stellt euch vor wie bescheuert ich dort ausgesehen habe.

Umgezogen ging ich dann nach vorne und fragte nach, wo ich hin muss. Ich wurde in den Rapportraum begleitet.

Ich fühlte mich richtig unwillkommen. Ich wurde zwar vorgestellt, doch die Stationsführende von dem Tag würdigte mir keinen Blick.  Zum Glück bin ich nur drei Tage dort.

Heute durfte ich jemandem nachlaufen, welcher für 8 Patienten zuständig war.

Durch einen Patienten habe ich heute erfahren, dass die Engländer ihr Gesundheitssystem lieben, da dieses für jeden frei zugänglich ist.

Etwas überfordert war ich heute auch, ich wurde mit einem Patienten alleine gelassen, welcher auf die Toilette musste. Dieser wollte aufstehen und ich habe versucht ihm zu sagen, dass er sich lieber wieder setzen soll, da er keine Schuhe/Antirutschsocken trägt und der Pfleger einen Nachstuhl holen geht.
Auch wenn ich nur eine kurze Zeit wartete, mir kam es vor als wäre es eine Ewigkeit gewesen.
Der Pfleger kam. Natürlich hatte er nicht alles dabei und musste nochmals davon, der Patient begann wütend zu werden. Noch immer überfordert stand ich da, da ich eigentlich auch nicht dazu befugt bin irgendwas zu sagen oder zu machen während meinem Austausch.

Schlussendlich tauchte er dann jedoch auf.

Geschockt war ich um die Mittagszeit. Zwischen den sechs Betten in jenem Zimmer sass die Pflegende, welche am Handy war und herumtippte. Ich konnte es nicht fassen, dass man zwischen den Patienten das Handy hervor nimmt, für den Eigengebrauch.

Was ich auch gesehen habe war, dass dem Pflegenden die Blutdruckmanschette zu Boden fiel und er diese nicht aufgehoben hat. Er zog diese hinter sich her und benutzte sie dann am nächsten Patienten.

So wie’s aussieht werde ich morgen zu einer Operation gehen dürfen. Ich hoffe, dass es etwas am Gehirn ist, da ich dies als sehr spannend empfinde.

Ich bin auch froh, wenn diese Arbeitstage zu Ende sind, da ich nicht an einem Platz sein möchte, wo ich mich nicht willkommen fühle.
Wahrscheinlich werde ich diese Woche nochmals einen Post hochladen. Jedoch muss ich mal schauen, ob ich die Motivation dazu finde (Dies hier sind eigentlich Einträge aus meinem Lerntagebuch, welches ich schreiben sollte 😛 )

 

Bis dann!

 

Kai ❤

Brighton 2017 part 2

Hallo meine Lieben ❤

(Ich entschuldige mich bereits für all die Rechtschreibe und Grammatikfehler!)

Jetzt bin ich bereits eine Woche hier. Den ersten Schock habe ich hinter mir und nun lebe ich mein Leben halt in England.

Ich freu mich schon nach Hause zu gehen, denn ich habe Heimweh nach Tiago. Jedoch würde ich trotzdem noch gerne etwas länger bleiben!

Christinna, das Mädchen von Dänemark und ich haben einen sehr guten Draht zu einander. Ich bin froh, dass wir beide nicht so kompliziert sind und relativ ähnlich ticken.

Tag 4 – Der erste Tag auf der Abteilung, Chaos

Heute hatte ich meinen ersten Tag auf der AMU-Abteilung (Akute Medizin Abteilung). Natürlich mussten wir früh aufstehen: 05.40 Uhr, wir machten uns bereit und verliessen das Haus um 06.25 Uhr wo wir dann den Bus nahmen. Leider fanden wir nicht die richtige Busstation und ganz nach oben zum Spital zu gelangen, somit mussten wir hoch marschieren.

Angekommen trennten sich unsere wege. Ratet mal wer verloren ging. Ja, ich. Nun stand ich da vor einer verschlossenen Tür. Am liebsten wäre ich nach Hause gegangen. Doch dann lief ich mal in die andere Richtung.
Auf einmal traf ich auf eine Pflegende, fragte sie nach dem Weg und ging weiter, der nächste Pflegende war auch schon da. Diesen fragte ich auch wo ich lang muss. Er zeigte mir einen Umkleideraum.

Ich betrat den kleinen, schmutzigen Raum. Es hatte viele Schliessfächer drinn, da hätten vielleicht drei Personen neben einander Platz, wenn sie sich zusammenquetschen. Also, eng.

Ich zog mich um und wieder ging ich verloren. Mein Orientierungssinn ist eine Katastrophe.

Als ich auf der Abteilung landete fand direkt der Rapport statt. Ich bekam einen Plan von der Abteilung, ich konnte vielem sogar folgen. Trotzdem merkte ich die ganze Zeit, dass es eine andere Sprache ist, welche ich nicht als Muttersprache spreche.

Zusammen mit der Abteilungsschwester hörte ich noch den ganzen Rapport von der Spätschicht/Nachtwache, anschliessend zeigte sie mir einige Dinge; die Ordner, wer welche Farbe trägt, das Observation Chart for national Early Warning, was bei ihnen das NEWS ist und somit ihnen die Pflegestufe zeigt.

Da es in England zu viele Menschen gibt und zu wenig Platz im Spital, wird die Zeit genausten pro Person gemessen, 12h ist die längste Zeit, welche sie in der Notaufnahme verbringen dürfen, dann müssen sie verlegt werden ins AMU, wo sie dann weitere Stunden auf eine Stationäre Verlegung warten oder sie gehen nach Hause.
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Jeder Patient wird durch einen Vorhang getrennt, welcher auch gezogen wird, wenn die Ärzte auf Visite kommen (Anstatt Paravane).

AMU ist eine gemischte Station, wo alles vorhanden ist; von Krebspatienten, über Herzbeschwerden , zu Rückenschmerzen, Kopfschmerzen.

Studierende Pflegepersonen dürfen keine Medikamente verabreichen, IV legen oder geben, sowie auch nicht Blut abnehmen.

Die Station ist sehr lebendig, die Pflegenden sind immer in Bewegung und kommen kaum dazu eine Pause zu machen oder geschweige dem sich mal zu setzen.

 

 

 

Am Abend war ich k.o. Ich wollte nurnoch schlafen. Ich hatte keinen schluck Wasser getrunken, geschweige dem etwas gegessen. Mein Kopf schmerzte so sehr.

Wir nahmen den Bus nach Hause, machten uns kurz was zu essen, schrieben unsere Arbeiten und gingen dann ins Bett.

Tag 5 – Jeder ist wichtig

Früh morgens machten wir uns wieder auf den Weg zur Arbeit.  Ich fand sogar den Weg zur Abteilung ohne zu fragen. Natürlich lief jedoch meine Lunchbox aus, somit hatte ich einen Fleck, direkt oberhalb von der oberen Tasche am Kasak.

Die Rapportabgabe fand statt und dabei wurde aufmerksam gemacht, dass die pflegenden kein Wort über Politik verlieren dürfen, auch nicht auf Facebook.

Eigentlich hätte ich ins Ambulatorium gehen sollen, jedoch war nicht viel zu tun, somit wurde ich zurück geschickt.

An jenem Tag habe ich versucht nicht nur die Unterschiede, sondern auch die Gemeinsamkeiten zum Gesundheitssystem/Spitalsystem/Alltag in der Schweiz fest zu halten. Ich finde dies wichtig, da man sonst sehr negativ belastet ist über einen Ort.

Den Engländern ist die Kommunikation sehr wichtig. Wichtig ist auch immer wie und wo dass sie kommunizieren (Nie vor dem Patient über Patienten reden). Zudem ist ihnen Höflichkeit etwas vom wichtigsten. Oft benutzen sie „Darling“, „Lovely“, „Sorry“, „Love“ ect. Um miteinander zu sprechen. Sie sind sehr gesprächig unter einander und machen auch viele Witze zusammen (wie wahrscheinlich in jeder Kultur).

Nicht nur die Kommunikation, sondern auch der gegenseitige Respekt ist für sie wichtig. Sie sind, immer freundlich und werden dazu auch „trainiert“ und auch das korrekt sein ist ihnen wichtig. Sie würden niemals zeigen, dass sie wütend sind oder etwas als negativ empfinden.

Hingegen sind Grenzüberschreitungen ein No-Go. Der Berufsbildungsverantwortliche hat eine Sitzung gekanzelt, damit er mit einem Patienten sprechen kann, welcher eine Pflegende Verbal beleidigt hat. Schlussendlich kam die Polizei um die Situation aufzuklären.

Auch Ärzte wurden bereits gefeuert, da man ein solches Verhalten nicht duldet.

Ich und Christinna gingen anschliessend zum Meer, wo wir am Pier entlang spazierten, bis wir dann noch einkaufen gingen und dann nach Hause um zu kochen.

Morgen ist mein letzter Arbeitstag diese Woche, ich bin froh, ich brauch Schlaf.

 

Tag 6 – Englische Schimpfwörter

Über diesen Tag möchte ich nicht wirklich viele Wörter verlieren.

Den ganzen Tag stand ich an einem Bett bei einer Patientin, welche herum schrie, agitiert und aggressiv war. Somit war ich den ganzen Tag dort beschäftigt.

Nach der Arbeit gingen wir wieder am Pier entlang nach Hause, wo wir dann entschieden was wir am Wochenende tun möchten; Shoppen!

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Tag 7 – Die Eichhörnchenflüsterin

Am Freitag waren wir mit der Koordinatorin beim Pavillon hier in Brighton verabredet. Wir begrüssten sie und sie fragte uns, ob wir beireits Eichhörnchen gesehen haben. Wir sagten nein und sie meinte, dass das rufen von Eichhörnchen ihr verstecktes Talent ist. Wir lachten.

Wir spazierten dort etwas im Garten herum und auf einmal machte sie komische Geräusche. Ich musste mich richtig zusammen nehmen, dass ich nicht laut loslache (Christinna übrigens auch, wie sie mir dann im nachhinein sagte).

Wir bekamen einen Eintritt bezahlt um uns den Pavillon von innen an zusehen – wunderschön ists dort drinn! Aussen erinnerts an Indien, innen ist jedoch alles Asiatisch-Inspiriert. Jeder der die Chance hat rein zu gehen – tut es, es lohnt sich! Zudem erfährt man etwas über die Geschichte – was auch immer gut ist.

Als die Tour beendet war, machten wir uns auf den Weg zu einem Rehabilitationscenter. Natürlich hab ich, bis ich zu Hause war, nicht wirklich verstanden wo wir sind.

Zusammen mit einer leitenden Person von dort sahen wir uns alles an und machten uns anschliessend auf den Weg in die Stadt, um uns schonmal etwas um zu sehen.

Am Abend gönnten wir uns eine Pizza.

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Somit war die erste Arbeitswoche beendet.

Ich bin gespannt, wie die zweite Woche wird, ich hoffe die andere Abteilung ist nicht so dunkel wie die, auf der ich war. Zudem hoff ich auch, dass ich bei einer Operation zuschauen kann und auch, dass die Zeit schnell vorbei geht (7.30 Uhr auf der Abteilung stehen zerstört mich)

Bis zum nächsten Post!

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Liebe Grüsse aus Brighton

eure Kai ❤

Brighton 2017 part 1

 Tag 1 – das Kennenlernen

Nun sitz ich hier, alleine, in der Ankunftshalle, am Südterminal vom Gatwick Flughafen.

Mein Tag heute begann toll, Tiago lag neben mir, ich stand früh auf und machte mich bereit für meine Reise. Gepackt hatte ich gestern bereits. Wie ich jedoch bin, konnte ich mich noch immer nicht wirklich für alles entscheiden. Jacke raus, neue rein, Shirt raus,

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danke, dass du mich an den Flughafen gebracht hast! Ich vermiss dich jetzt schon und freu mich dich in zwei Wochen zu sehen mein Herz!

anderes Shirt rein. So ging das, bis wir dann von unseren besten Freunden abgeholt wurden.

Ich schwieg den ganzen weg nach Basel. Ich konnte nicht sprechen, ich war zu nervös.

Als ich dann von meinen Freunden und Tiago verabschieden musste hätte ich direkt losheulen können. Ich wollte so schnell wie möglich weg, damit ich nicht direkt los heul.

Der Flug verlief im grossen und ganzen gut, wie so Flüge halt sind. Naja, ich hab die ganze Zeit geschlafen, von daher habe ich nicht wirklich viel mitbekommen.

Jetzt sitz ich, wie gesagt, hier. Schaue die Leute an und warte. Christinna sollte ich 7 Minuten landen. Ich freue mich riesig sie endlich kennen zu lernen! Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie sehr ich mich freue sie kennen zu lernen und auch unsere gemeinsame Zeit hier kann ich kaum abwarten!

Ich werde am Abend, oder morgen, nochmals schreiben, da ich nun mal schauen gehe wo die süsse Maus steckt.

Somit stand ich also auf und machte mich direkt auf den Weg zu der Ankunftshalle, welche eigentlich nur 50 Meter von mir entfernt war.
Ich wartete rund 30 Minuten da, nirgendwo schien sie zu sein. Plötzlich hörte ich ein „Hello“ und da stand sie neben mir – bis jetzt frage ich mich, wo sie her kam.

Wir  holten uns ein Zugticket und machten uns direkt auf den Weg  nach Brighton. Erstaunlicher weise dauerte die Reise nur rund 30 Minuten.

Ich wollte unsere HostMum erreichen, doch ich bekam kein Netz auf meinem Handy. Ich geriet etwas in Panik, doch Christinna hat die Situation gut

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Dieser kleine gehört meinen Hosts, sofort hat er meine Herz gestohlen!

gehandhabt. Schlussendlich bekamen wir eine Nachricht, in der stand, dass Paul uns Abholen wird in rund 8 Minuten.  Als wir die Nachricht fertig gelesen hatten, stand er bereits mit dem Auto neben uns. Das waren relativ schnelle 8 Minuten.

Unser HostDad, ein sehr netter rund 55-60 Jahr alter Britischer Mann, fuhr uns noch etwas in Brighton herum und zeigte uns verschiedene Restaurants und Sehenswürdigkeiten, bevor wir uns nach Hause machten und seine Frau kennen lernten.

Wir begaben uns am Abend raus, wo wir uns etwas umsahen und dann Brötchen assen in einem grösseren Pub. Es war so unglaublich lecker!

Da wir müde waren, endete unser Abend bereits relativ früh.

Tag 2 – Kai, Christinna und eine wunderschöne Stadt

Am Sonntag, unserem zweiten Tag hier, machten wir uns ein schönes Frühstück um etwa 09.00 Uhr. Wir nahmen uns vor, zum Spital zu gehen, damit wir wissen, welchen Bus wir nehmen müssen und auch damit wir wissen, wie das Bussystem funktioniert. Wir warteten und warteten und warteten und warteten. Der Bus erschien nie. Wir wurden etwas nervös, da es relativ kalt war und wir nicht wirklich verstanden, weshalb kein Bus fährt.
Somit sahen wir nochmals im Internet nach, wo wir Buskarten her bekommen und wie das System funktioniert und gingen anschliessend in einen Shop, wo wir Karten kaufen wollten. Der Verkäufer wollte uns die Karte verkaufen, sagte jedoch, dass wir sie besser an einer öffentlichen Stelle holen sollen, damit wir unseren Studentenrabat benutzen können.
Somit begaben wir uns zu dieser Strasse und das Geschäft war tatsächlich offen. Wir kauften uns die Karten.
Anschliessend begaben wir uns runter zum Meer, welches wunderschön ist!  Ich hätte den ganzen Tag dort verbringen können. Ich freue mich bereits die (hoffentlich) sonnigen Tage dort unten zu verbringen!

 

Wir liefen an der Strandpromenade entlang, bis wir mal in die Stadt, welche eher ruhig war, hineinbogen. Wir haben uns eigentlich nur etwas umgeschaut, das Shoppen sparen wir uns für etwas später auf.

Wie Menschen halt sind, bekamen auch wir Hunger, wir gingen in ein Restaurant, in welches wir eigentlich am Tag zuvor besuchen wollte, jedoch war dieses geschlossen.

Am Samstag, wurde das Brighton Festival eröffnet, ein grosses Ding hier. Die Bewohner hier, öffnen zT die Haustüre, lassen jeden rein um etwas künstlerisches zu präsentieren (in der Schweiz hätte wahrscheinlich jeder Angst bestohlen zu werden). Zudem sind Festzelte in der ganzen Stadt verteilt. Es ist wirklich sehr spannend.
Wir besuchten einen Platz, holten uns jedoch nach kurzer Zeit in einem Geschäft etwas zu Essen für die nächsten paar Tage und gingen nach Hause, wo wir „13 Reasons Why“ schauten und uns etwas zu essen machten.

Somit endete unser zweiter Tag in dieser schönen Stadt auch schon.

Tag 3 – der erste Tag, der erste Schock

Der Tag begann um 07.00 Uhr, da wir relativ schnell wach wurden (und früh zu Bett gingen). Unser Host fuhr uns glücklicherweise zum Spital.

Dort angekommen trafen wir bereits relativ schnell auf die Koordinatorin. Gerade als wir ihr die Hand schütteln wollten, machte sie einen Schritt zurück und erklärte uns, dass sie sich eine Erkältung eingefangen hat. Ich und Christinna waren etwas verwirrt.
Etwas überfordert stand ich da, folgte jedoch dem ganzen Gespräch. Wir warteten dort rund 15 Minuten auf den Studierendenbetreuer. Er kam, begrüsste uns und schon war er für kurze Zeit mit der Koordinatorin verschwunden.
Als sie zurück kamen, wurde uns gesagt, dass wir zuerst die Formalitäten klären würden und dann erst den Rundgang machen.
Somit machten wir uns auf den Weg ins Gebäude Visàvis, wo wir durch diverse Blätter schauten. Sie erklärte uns etwas die Kultur und auch, wie man sich in England zu benehmen hat.

Zudem sagte sie auch, wie eine Krankenschwester hier auszusehen hat; Keine Piercings, keine Kette, keine Ärmel, die länger sind als bis zum Ellenbogen, die Haare müssen streng hoch gebunden sein und dürfen den Kittel nicht berühren und ein Ring zu tragen ist erlaubt (Der Ehering).

Ich und Christinna werden in verschiedenen Abteilungen arbeiten; Ich bin auf der „AMO“ „Acute Medicine Unit“; Eine Art Notaufnahme. Nächste Woche werde ich auf der 8a West Abteilung sein; Neurologie, HNO.

Die Arbeitszeiten der Pflegepersonen hier sind 12 Stunden, dann kommt die Spätschicht, welche auch 12 Stunden abdeckt. Somit spart das Gesundheitssystem in England Pflegepersonal. Das Pflegepersonal hat nach 3.5 Tagen anschliessen 3.5 Tage frei, um die Zeit so zu kompensieren.
Zu beginn war ich etwas geschockt, doch das System scheint auf zu gehen.

Nach unserem Gespräch mit der Koordinatorin wurden wir vom Betreuer herum geführt. Er zeigte uns die verschiedenen Abteilungen. Das Spital ist wirklich gross und auch verwirrend.

Egal wo wir hin wollten, die Türen mussten mit einem Badge geöffnet werden, denn sonst hatte man keinen Zugang zu den Räumen/Abteilungen (Man konnte auch klingeln und dann in die Gegensprechanlage sprechen).

Die AMO-Abteilung war die erste die wir uns angesehen hatte. Ein dunkle Abteilung. Da lagen 5-6 Patienten in einer Bucht (Bay). Ab und zu wurden sie von einem Vorhang getrennt. Es sind dicke, schwere Vorhänge.
Die Pflegepersonen sassen gleich beim Eingang an einem Tisch, schrieben ihre Sachen und grüssten sehr freundlich.

Ärzte huschten an uns vorbei, welche ihre privaten Kleider trugen, was sie scheinbar auch durften.

Wir drehten eine Runde, wobei der Betreuer von uns immer wieder erläuterte, dass die Patienten die Zimmer am Fenster haben, damit sie etwas natürliches Sonnenlicht abbekommen.

Die Abteilungen sind so aufgebaut, dass man an einem Ort rein kommt, untersucht wird und wenn zB eine OP bevorsteht, dann wird man direkt um die Ecke gebracht ins Theater; oder in ein anderes Stockwerk – zB in die Kardiologie, wo das System genau gleich aufgebaut ist.

Wir machten eine Tour durchs ganze Haus, sahen uns auch die Abteilung 8a West an, wo ich meine zweite und Christinna ihre erste Woche verbringen wird.

Als wir die Runde in dem Gebäude beendet haben, gingen wir ins Kinderspital. Es war sehr hell drin, sowie auch farbenfroh. Das Dach war ein Glas Dach und die Kinder haben es selber entworfen. Im unteren Teil des Gebäudes befindet sich die Untersuchungszone; Sozialarbeiter, Ärzte, Logopäden ect. Die Idee dahinter ist, dass wenn die Kinder wegrennen, dass sie im Kreis rennen und es nur einen Weg nach oben gibt, somit können sie nicht weg rennen.

Anschliessend gingen wir noch kurz zur Cafeteria, welche er uns zeigen wollte, jedoch werden wir diese wahrscheinlich nicht nutzen, da man umgezogen sein sollte.

Er trug eine Zeitung mit sich, plötzlich versteckte er diese unter seinem Mantel und sagte, dass man überhaupt nicht über Politische Dinge spricht, vor allem nicht 6 Wochen vor den Wahlen. Er äusserte, dass die Pflegenden die gepflegten manipulieren könnten.
Das schien für mich direkt das Gegenteil gegenüber der Schweiz zu sein, wo man sehr offen mit Abstimmungen, Wahlen und er Politischen Einstellung umgeht.

Anschliessend gingen wir wieder zurück zum Eingang und machten unsere ID-Karte für das Spital.

Nun sind wir seit einer Stunde zu Hause, sitzen hier und schrieben unser erlebtes auf. Ich bin müde, sehr müde. Es waren so viele Informationen auf einmal, in einer fremden Sprache. Ich bin jedoch stolz auf mich, da ich den Tag relativ gut überstanden habe.
Ich habe zudem herausgefunden, dass Briten sehr pünktlich sind, sie sind meist ca. 15Minuten vor Beginn der Arbeit am Arbeitsplatz.

Gespannt sehe ich dem morgigen Tag entgegen, auch wenn er mir etwas Angst macht. Ich hoffe, dass es mir Spass macht und ich nicht zu schüchtern sein werden.

Bald mal werden wir uns etwas kleines zu Essen machen und uns dann weiterhin die Serie anschauen.

Somit verabschiede ich mich!

 

Liebe Grüsse aus Brighton

Eure Kai

Brighton 17

Hallo meine Lieben ❤

Morgen, Samstag, ist es so weit. Ich fliege für zwei Wochen nach Brighton.

Wie es mir dabei geht? Ich bin mega nervös.

Noch nie war ich für so eine lange Zeit alleine weg, in einem fremden Land, wessen Sprache ich zwar kann, jedoch Angst davor habe diese nicht genügend zu beherschen.

Ich kann es noch immer nicht fassen, wie schnell die Zeit nun vorbei gegangen ist und ich morgen am Mittag fliege.

Bereits im November habe ich mit meiner Mitstudierenden aus Dänemark Kontakt aufgenommen und wir verstehen uns super. Ich freue mich so unglaublich fest sie endlich zu treffen, da ich denke, dass wir relativ ähnlich ticken.

Natürlich werde ich nicht nur dort sein zum chillen. Ich muss in einem Spital eine beobachtende Rolle einnehmen. Dabei muss ich dann Situationen analysieren, welche ich dann für meine erste Prüfung in diesem Ausbildungssemester brauche (das macht mich auch extrem nervös im Moment).

Am letzten Montag musste ich noch einen Vortrag vorbereiten, welchen ich dort halten muss; über die Schweiz, das Gesundheitssystem und unsere Ausbildung. Ye, ich könnte das Gesundheitssystem nicht mal wirklich auf Deutsch erzählen. Aber das wird schon schief gehen.

Ziele habe ich mir eigentlich nicht vorgenommen, bis auf das Finden einer Situation, welche ich dann präsentieren kann. Zudem möchte ich halt einfach eine gute Zeit dort verbringen und viele verschiedene Eindrücke und Erinnerungen sammeln! 🙂

Ob ich nun täglich Einträge schreiben werde oder ich am Ende von der nächsten Woche ein Post machen werde weiss ich noch nicht. Mal schauen wie ich Zeit und auch Lust habe.

Was ich weiss, ist, dass ich auf jedenfall viele viele Bilder machen werde und auch mein Snapchat wird auch mit Stories aus meinem Alltag gefüllt sein.

Ihr werdet auf jeden Fall noch von mir hören!

Best wishes

Kai ❤

Fantasy Basel 2017

Hello guys

Letztes Wochenende, am Samstag, verbrachte ich meinen Tag an der Fantasy Basel, in Basel (wär hätt’s gedacht).

Dieses Jahr ging ich, wie bereits schon vor zwei Jahren als Hatsune Miku, ein Vocaloid. Tiago war als Soldier76 aus dem Game Overwatch unterwegs.

Eigentlich möchte ich nicht viele Worte verlieren, da dieser Post sonst so wie der Post vom letzten Jahr werden würde. Naja, nicht wirklich, da dieser auch kurz gehalten wurde. Trotzdem möchte ich nicht zu viele Worte verschwenden. Wer die Möglichkeit hat an die FaBa nächstes Jahr zu gehen, der sollte gehen – es lohnt sich!

Im grossen und ganzen finde ich, dass der Tag mega toll war. Ich empfand die Organisation und auch das Wachstum über diese drei Jahre von der FaBa unglaublich toll! Nächstes Jahr werde ich auf jeden Fall wieder dort sein, hoffentlich in einem neuen, selbst gemachten Cosplay.

Danke an die Person, welche diese Fotos von mir gemacht hat, während jemand anderes mich auch fotografiert hat 😛

 

Schaut euch mal diese Bilder an – ich find sie super!
Nachdem der Fotograf die oberen Bilder aufgenommen hat, rannte diese süsse Maus auf mich zu und sprang mich fast an. Wir schrieben uns schon etwas länger und an der FaBa hat sich’s ergeben, dass wir uns mal treffen!

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Natürlich habe ich auch meine süsse Vanessa wieder getroffen uuuund endlich habe ich’s auch geschafft Tsukiko zu treffen!

Natürlich war ich mit Tiago unterwegs, welcher, wie gesagt, als Soldier76 da war. Ich habe auch eine alte Arbeitskollegin getroffen, leider kenne ich keinen SocialMediaAccount von ihr und kann sie nicht markieren.

 

Ich habe mich riesig gefreut all die Gesichter mal wieder zu sehen. Leider habe ich nicht mehr Fotos gemacht (von den Ständen ect). Somit muss man sich halt mit dem hier zufrieden geben 😛

Bis zum nächsten Post!

 

Eure Kai