Tag der Pflege

Bereits den ganzen Tag überlege ich mir, wo und vorallem wie ich am besten einen Eintrag zum heutigen Tag beginnen soll und bis jetzt kam mir nicht wirklich etwas gutes in den Sinn. Deshalb:

Alles gute und vielen Dank!

Danke für alle Überstunden, welche ihr geleistet habt.

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Cartoon Max Spring für die SBK

Danke für die gute Zusammenarbeit.
Danke für die vielen witzigen Schichten.
Danke für die vielen witzigen Geschichten.
Danke für all die Erinnerungen.
Danke für’s Zuhören.
Danke für das Verständnis und Empathie.
Danke für’s echt sein.
Danke für jedes Lächeln, auch an schlechten Tagen.
Danke für die lieben Worte.
Danke für alles, liebe Pflege.

 

 

Vor etwa fünf Jahren hat mich mein Weg in die Pflege verschlagen. Seither kann ich mir fast keinen anderen Beruf für mich vorstellen. Ich habe viele Patienten kennengelernt, viel von ihnen gelernt und auch viel mit ihnen erlebt.
Das Selbe gilt für Pflegende.
Ich hatte das Glück in (meist) guten Teams zu arbeiten, wo viel Verständnis entgegen kam von allen und man auch Zeit füreinander hatte.

Da heute der Tag der Pflege ist (und auch der Geburtstag von Florence Nightingale)dachte ich mir, dass ich diesen Tag nicht ohne Beitrag beenden kann.
Jährlich wird ein Motto gewählt, dieses Jahr lautet es: „Professionelle Pflege – die Basis für ein tragfähiges Gesundheitswesen“. Doch die Frage ist, was ist Professionelle Pflege?

Als professionelle Pflege definiert der SBK (Schweizer Berufsverband der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner) folgendes:

«Professionelle Pflege umfasst die eigenverantwortliche Versorgung und Betreuung, allein oder in Kooperation mit anderen Berufsangehörigen, von Menschen aller Altersgruppen, von Familien oder Lebensgemeinschaften, sowie Gruppen und sozialen Gemeinschaften, ob krank oder gesund, in allen Lebenssituationen (Settings). Pflege umfasst die Förderung der Gesundheit, die Verhütung von Krankheiten und die Versorgung und Betreuung kranker, behinderter und sterbender Menschen. Weitere Schlüsselaufgaben der Pflege sind die Wahrnehmung der Interessen und Bedürfnisse , die Förderung einer sicheren Umgebung, die Forschung, die Mitwirkung in der Gestaltung der Gesundheitspolitik sowie im Management des Gesundheitswesens und in der Bildung.»

 

Es gibt so viele Leute, welche nie in der Pflege gearbeitet haben und dann Dinge sagen wie „das könnte ich nie! Wie schaffst du das?“.
Ja, es ist oft hart in der Pflege zu arbeiten. Wir müssen manchmal auch Dinge machen auf die wir wirklich absolut keine Lust haben und auch ein Lächeln fälschen an Tagen, an welchen uns zum Heulen zu mute ist.
Doch trotzdem gibt es immer wieder Momente, welche so wunderbar sind, dass sie einen dazu Bewegen in der Pflege zu bleiben.
Für mich sind das Begegnungen. Begegnungen mit Menschen. Mit jungen, mit alten, weiblich, männlich, Menschen mit einer Einschränkung, Menschen welche bereits viel erlebt haben, Menschen von denen wir lernen können.
Ich erinnere mich an so viele Leute. Einige haben mich zu dem gemacht was ich heute bin. Ich durfte viele Diskussionen führen und mir viele Ansichten und auch Meinungen anhören, welche sogar spannend waren. Mir haben Patienten vom 2. Weltkrieg,welchen sie selber erlebt haben erzählt, von ihrer wahren liebe, mit welcher sie mehr als 50 Jahre verheiratet waren. Auch haben verschiedenste Menschen ihre Gedanken mit mir geteilt. Mir ihre Ängste und Träume erzählt und mir auch gesagt, was ich in meinem Leben unbedingt Mal tun muss! Ich durfte ihre Sicht der Weltanschauung hören und ihnen dann auch meine sagen.
Weiter an der Pflege liebe ich das kongruent, echt sein dürfen! Ja, ich bin eine verwirrte und manchmal dusslige Person aber hey, bis heute habe ich mit meiner verpeilten Art viele Menschen zum lachen gebracht, auch wenn es ihnen mies ging. Natürlich nehme ich meine Arbeit ernst! Ich führe alles Hygienisch ect. durch, vergesse niemanden und vergifte auch niemanden. Dies ist eine Sache, welche ich sehr schätze.
Ich liebe es auch etwas bewirken zu können, Veränderungen (im positiven Sinn) zu sehen und am Ende des Aufenthalts oder des Tages ein „Danke“ zu hören.

Ich freue mich bereits darauf, was die Zukunft für uns Pflegepersonen bringen wird und auch, dass es weniger Personalmangel und Zeitdruck gibt. Auch wünsche ich allen wunderbare Erinnerungen,welche unvergesslich sind.

Wenn ich schon bei der Zukunft bin, wünsche ich meiner Klasse viel Erfolg auf ihrem weiteren Weg. Wir sind die Zukunft, wir können verändern.

Bis dann!

 

Kai

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