New York 2018

Hallo meine Lieben ❤

Eine Woche ist es nun bereits schon her, seit ich aus New York nach Hause gekommen bin.

Ich hatte eine wirklich sehr gute Zeit, an welche ich mich wahrscheinlich noch mein Leben lang erinnern werde.

New York war ein Neuanfang.

Die Ankunft

Montag, 12.11.2018 – 04.00 Uhr

Mein Wecker klingelte viel zu Früh, trotzdem quälte ich mich aus dem Bett. Endlich war er so weit. Ich durfte meine Reise in eine riesige Stadt antreten. Um während der Reise Nut dm Flugzeug zu verschlafen, nahm ich mir vor möglichst wenig in der Nacht zu schlafen (mehr dazu später).

Bereits seit der Flug gebucht war zählte ich die Tage runter. Und jetzt war es endlich so weit. Auch wenn ich das Gefühl hatte, dass die Zeit nicht vergeht, verging diese trotzdem wie im Flug. Ich konnte es kaum erwarten J* (einen Freund, welchen ich seit 8 Jahren kenne und welcher in der Nähe von NYC lebt) zu sehen.

Ich war nervös, so nervös.

Einer meiner besten Freunde holte mich am Morgen mit dem Auto ab um mich an den Flughafen zu begleiten (Danke dir nochmals!) und mir psychischen Beistand zu leisten.

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Pünktlich startete der Flug. Es waren für mich wohl die langweiligsten 8.5 Stunden, welche ich jemals hatte. Natürlich hatte es Filme, welche ich schauen konnte. Die meisten davon kannte ich jedoch bereits oder interessierten mich nicht. Somit versuchte ich es mit schlafen, denn normalerweise schlafe ich immer im Flugzeug. „Normalerweise“. Ich habe vielleicht insgesamt 2 Stunden geschlafen, mehr nicht (ich hab ja nicht extra wenig geschlafen, damit ich im Flugzeug den Schlaf nachholen kann). Somit war ich müde, nervös und wütend, da ich kein Auge zubekommen habe.

 

In New York gelandet begab ich mich direkt zur Grenzkontrolle. Der Herr war nicht der freundlichste, was mich natürlich verunsicherte. Ich fühlte mich fremd und auch sehr unbeholfen. Trotzdem überstand ich es und ich war da. Ich war in Amerika, New York.

Wenn es etwas gibt, was ich nicht mag, dann ist es in die Ankunftshalle zu gehen. Man kommt raus und alle schauen dich an. Ich blickte schüchtern durch die Menge und erkannte nichts. Zu nervös, zu aufgeregt und da hörte ich: „Kai!! KAAAAAI!“, rief J* quer durch die Ankunftshalle und winkte mir zu. Schnell rannte ich zu ihm. Ich freute mich so fest ihn endlich wieder zu sehen!
Da wir uns seit April nicht mehr gesehen haben hatten wir uns viel zu erzählen. Was ich an ihm mag ist, dass es nicht eine peinliche Stille gibt, sondern er immer etwas zu reden weiss und auch wenn beide während dieser anstrengenden Woche nichts gesagt haben war es eine angenehme Stille, welche nicht akward wurde.

J* organisierte uns direkt ein Uber, damit wir aus dem Flughafen raus kommen. Mit Koffer und Taschen begaben wir uns zu einem Einkaufszenter, da wir noch nicht nach Hause, zu seiner Tante und Cousine gehen konnten. Beide waren noch am Arbeiten. Ich fühlte mich nicht müde, ich war wach und vor allem hatte ich einen Bewegungsdrang, da ich während dem Flug kaum aufgestanden bin. Somit schlenderten wir durch das riesige Gebäude. Da überkam mich auf einmal die Müdigkeit. Nun war ich müde und etwas überfordert mit allen Eindrücken, jedoch liebte ich es.

Irgendwann überkam uns der Hunger und wir gingen bei Shake Shack essen. Burger, in Amerika und es sollte nicht mein letzter sein.
So nebenbei bemerkt hat das Wasser komisch/anders geschmeckt, auch wenn das New Yorker Wasser als „das Beste Wasser im Land“ betitelt wird.

Endlich wurden wir dann auch von der Tante von J* abgeholt. Ich wurde herzlich begrüsst und ich fühlte mich von der ersten Sekunde an wohl und auch willkommen!

Da wir am nächsten Morgen bereits um 07.00 Uhr aus dem Haus mussten und ich sehr müde war gingen wir bereits relativ früh zu Bett.

Mitten in der Nacht wachte ich auf. Es.war.so.kalt. Ich hatte das Gefühl, dass ein Fenster offen stand bei gefühlten minus 19°C. Da ich J* nicht wecken wollte zog ich mir einige Klamotten über und zitterte etwas vor mich hin, bis er dann irgend eine Lampe mit dem Fuss runtergeworfen hat und selber wegen dem wach wurde. Ich ergriff die Chance und sagte ihm, dass es kalt ist. Er stand direkt auf und machte sich auf die Suche nach einer Decke für mich.

Regen, Nebel, Kaffee

Dienstag, 13.11.2018 – 05.30 Uhr

Ausschlafen? Was ist das?

Wie bereits am Morgen zuvor quälte ich mich aus dem Bett und machte mich bereit für den Start in den Tag.

Wir begaben uns in die Stadt und gingen zu J*’s Lieblings Kaffee in der Stadt: Taylor St. Barista . Es war so lecker!

 

Allgemein kann ich sagen, dass ich während meinem Aufenthalt in Amerika wirklich sehr, sehr gut gegessen habe!

Zusammen machten wir uns nach dem Essen auf in Richtung Stadt. Stundenlang schlenderten wir durch die Nebligen Strassen, gingen in diverse Geschäfte und redeten viel miteinander, denn wir haben uns seit April nicht mehr gesehen und hatten die letzen zwei Monate nicht viel Kontakt, da beide viel zu tun hatten.

Den Tag hindurch regnete es. Natürlich hätte ich mich nerven können. Doch ich genoss den Regen. Ich sah wie die Stadt mit einen Nebelschleier umhüllt war, teilweise waren die oberen Stockwerke der Häuser auch nicht mehr sichtbar. Ausserdem hatte ich einen Regenschirm dabei, für irgendwas wurden diese ja auch Mal erfunden.

Ich kann gar nicht mehr sagen wie viel Kaffee wir an jenem Tag konsumiert haben, doch es schien nicht genügend zu sein. Den ganzen Tag hindurch war ich so unendlich müde und doch wollte ich mich dem nicht ergeben und somit stoppten wir bei jedem vierten Strassenkaffee um mir einen Kaffee zu holen.

Am Abend begaben wir uns wieder zu der Tante von J*, mit welcher wir, zusammen mit seiner Cousine und ihrem Freund noch essen gingen. Wieder fühlte ich mich so herzlich willkommen und am richtigen Platz. Es stimmte mich beinahe traurig zu wissen, dass ich diese herzliche Familie am nächsten Tag verlassen muss.

Wie die Nacht zuvor gingen wir früh schlafen.

Nur Cash?

Mittwoch 14.11.2018, 05.30 Uhr

Tagwache, viel zu früh. Erholsame Ferien sehen etwas anders aus. Jedoch musste J*’s Tante zur Arbeit und da habe ich natürlich grosses Verständnis dafür, dass wir das Haus verlassen mussten.

Wir gingen direkt zum Hotel, welches sich in Brooklyn befand und wollten einchecken. Da begann das Problem. Das Hotel nahm nur Bargeld an . Damit habe ich nicht gerechnet. Ich hatte nur Cash dabei  nicht genügend Geld auf meiner Kreditkarte um meinen Teil zu bezahlen. Somit mussten wir eine Bank suchen. Im ganzen brauchten wir ungefähr 2 Stunden um mein Bargeld auf die Kreditkarte zu tun, da wir von Bank zu Bank streifen mussten.

Da ich bereits gesagt habe, dass wir wirklich sehr gut gegessen haben; Ich habe zum ersten Mal Bagels gegessen und sie waren so lecker!

Dann konnten wir endlich einchecken. Den Tag gingen wir ruhig an, da beide so müde und kaputt waren von den bisherigen zwei Tagen.
Das Hotelzimmer gross, hatte ein Bad inklusive (im Internet hatte ich was von einem Gemeinschaftsbad gelesen, was zum Glück nicht der Fall war) und auch einen Balkon.
Wir schlenderten etwas durch Brooklyn und genossen das Wetter, welches um einiges besser war als am Tag zuvor.

Da wir etwas chillen wollten, holten uns abends noch eine grosse Pizza und blieben im Hotelzimmer – was wir beide als eine gute Idee empfanden. J* schien bereits etwas erkältet zu sein, äusserte dies auch bereits als er mich am Flughafen abholte. Der Regen hat dies auch nicht besser gemacht.

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Das war bereits Teil 1 meiner Reise! Ich hoffe, dass ich bald dazu komme Teil zwei (und evt. Teil drei) zu erfassen!

Bis dahin wünsch ich euch eine schöne Zeit

Eure Kai ❤

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USA

Eine Reise.

Eine Reise in die USA.

Eine Reise alleine.

Eine Reise in ein neues Abenteuer.

Ja, ich gehe nach Amerika. Spontan habe ich einem Freund von mir geschrieben, dass ich ihn besuchen werde und direkt darauf hin habe ich den Flug gebucht. Ja, das ganze war vielleicht etwas überstürzt, aber was solls. In jenem Moment brauchte ich einfach etwas neues. Ich war an einem Tiefpunkt, wollte weg, einfach verschwinden.

Nun ist es soweit. Ich fliege bald los.

Keine Ahnung was mich erwarten wird, keine Ahnung was ich tun werde.

Bewusst habe ich mich dazu entschieden möglichst wenig Informationen zu holen, damit ich von möglichst vielen Dingen überrascht werde. Ausserdem hätte mich das sowieso nur noch nervöser gemacht.

Gut, vielleicht war das nicht die beste Idee, trotzdem: no risk no fun, oder?

Meine Reise wird um 13 Uhr beginnen, um diese Zeit werde ich im Flugzeug sitzen und dann „schöne kurze“ 9 Stunden fliegen.

Ich hasse fliegen.

Nicht, weil ich Flugangst habe oder etwas ähnliches. Sondern, weil ich es so langweilig finde. Bereits eine Stunde sind für mich die Qual, da ich nicht weiß was ich in diese Stunde tun soll.

Die größte Angst oder am meisten nervös bin ich vor dem Zoll in Amerika selber. Ich habe keine Ahnung was mich da erwartet und ob ich genug Informationen bei mir habe und ob sie mich überhaupt ins Land hinein lassen. Was wenn nicht?

Nun gut, ich habe nichts zu verbergen. Und ja, meine Angst ist wahrscheinlich nicht berechtigt.

Vielleicht sollte ich mir eher Sorgen um das Verlaufen machen. Die, die mich kennen wissen, dass ich eine relativ verwirrte Person mit einem schlechten Orientierungssinn bin (als Beispiel Google Maps Klammer wenn es keine Werbung Klammer zu ich laufe immer direkt in die falsche Richtung).

Und dann auch noch in einem fremden Land?

Eigentlich sollte ich jetzt packen, doch auch das macht mich etwas wahnsinnig, da ich mich mit der Reise Auseinandersetzen muss, was ich bis gestern gekonnt ignoriert habe.

Trotz Nervosität freue ich mich wie ein kleines Kind auf die Reise.

Weg, alleine, unabhängig.

Ich bin bereit.

Bis dann,

Eure Kai

Get lost.

Explore.

Endlich Dipl.!

Hallo meine Lieben!

Nach einer langen Pause melde ich mich endlich zurück.

Ich habe es geschafft. Endlich habe ich meine zweite Ausbildung, zur dipl. Pflegefachfrau HF abgeschlossen!

Durch den ganzen Prüfungsstress im Sommer, kam ich nicht mehr dazu irgendetwas anderes zu machen als zu lernen. Ich verbrachte jedes Wochenende bis zu sechs Stunden in der Bibliothek und nach der Schule war ich vom ganzen Schulstoff erschlagen und wollte nur noch schlafen.

Die letzten sechs Monate arbeitete ich in einem Altersheim. Während dieser Zeit musste ich innerhalb von etwa zwei Monaten eine Diplomarbeit über eine Fallsituation aus der Praxis schreiben. Auch dies hat all meine Zeit eingenommen. Jede freie Minute verbrachte ich damit zu schreiben, durchzulesen, zu recherchieren und auch Korrekturen vorzunehmen. Nebenbei arbeitete ich 100%. Im Dezember war dann die Abgabe. Kurz durchatmen war nicht. Direkt ging es weiter mit der Vorbereitung für das Fachgespräch. Natürlich bin ich nicht ein Mensch, der Dinge nur kurz überfliegt. Wieder verbrachte ich jeden freien Tag in der Bibliothek, wo ich lernte.

Selten bis nie war ich mit Freunden weg. Die meisten musste ich bis heute vertrösten. Ich wusste unter anderem, dass ich ihnen nicht gerecht werde, da ich mich während dem Treffen nicht ganz auf die Konzentrieren kann, sondern mit den Gedanken oft abschweife.

Oh ich habe übrigens einen Job! Ich bleib in der Pflege, habe jedoch geregelte Arbeitszeiten (Mo-Fr)!! Lucky me! 😉

Nun beende ich diesen Post jedoch, da ich noch wo zu Besuch bin.

Bis bald!

eure Kai

Nach den Prüfungen ist vor den Prüfungen part 2

Hallo meine Lieben ❤

Es ist viel zu lange her , seit ich das letzte Mal etwas gepostet habe.

Kurz nachdem der Austausch zu Ende war bekamen wir bereits die Liste mit den Prüfungsthemen. Somit blieb dann das Bloggen auf der Strecke. Fünf Wochen habe ich jeden Abend, jeden Tag, jedes Wochenende(naja nicht ganz) damit verbracht für die Prüfungen zu lernen , welche ich am Montag und Dienstag, in der letzten Woche, hatte.

Leider musste ich all meine Freunde vertagen bis nach den Prüfungen, da ich mein soziales Leben, sowie auch das Lernen nicht unter einen Hut bekommen habe.

Wie es so um die Prüfungen steht.. Ich denke und hoffe, dass ich die bestanden habe. Das Resultat erhalte ich erst in drei Wochen, da noch die Ferien dazwischen sind.

Was ich bemerkt habe ist, dass ich mich nicht wirklich konzentrieren konnte um zu lernen. Langsam schwindet die Lust die Schulbank zu drücken. Ich möchte gerne den Sommer geniessen, mit Freunden die warmen Sommernächte ohne schlechtes Gewissen verbringen und mich nicht einschränken lassen.

Ein klein wenig habe ich dann doch noch gemacht.

Direkt eine Woche nachdem ich von Brighton nach Hause kam, fuhr ich mit Tiago und einem Freund nach Lyon – eine vier stündige Reise – um Lady Leshurr live zu sehen an einem Festival.

Leider war ihr Auftritt nach ca. 30 Minuten schon zu Ende. Somit fuhren wir wieder vier Stunden lang nach Hause.

Auch Festivals konnte ich mir nicht entgehen lassen.
Naja, eigentlich wollte ich nicht ans Greenfield Festival gehen, jedoch entschied ich mich dann trotzdem Spontan dafür, da wir die Tickets für je 50 Schweizerfranken erhielten.

Ich pendelte dann jeden Tag von zu Hause zurück nach Interlaken, ans Festival, da ich noch lernen musste und dies zu Hause etwas besser geht als am Festival selber.

Zwei oder drei Wochen später fand ich mich dann am SouthSide Festival in Tuttlingen wieder. Okay, an Festivals lernen – geht, ich bin der lebende Beweiss dafür!

An beiden Festivals hatte ich eine mega gute Zeit, welche ich nicht missen möchte!

Am Mittwoch, einen Tag direkt nach den Prüfungen, bin ich dann nach Luzern gefahren wo mich eine Freundin  (checkt diesen link aus!!!) geschminkt hat! Sie hat’s wirklich sooo toll gemacht – ich fühlte mich den ganzen Tag soo hübsch! 

Anschliessend habe ich noch einen alten Schulfreund getroffen, welchen ich bereits seit der ersten Klasse kenne uuuuuund am Abend traf ich noch meine Vanessa ❤

Ich bin sozusagen ein freier Mensch, für wenige Wochen – bis es wieder los geht.

Das ist eigentlich schon eine kurze Zusammenfassung zu allem.

Bald steht endlich der lang ersehnte Urlaub vor der Tür – ich freu mich schon riesig darauf mit Tiago nach Lecce zu gehn! ❤

 

Somit möchte ich mich mal verabschieden und bis zum nächsten Post!

Bis dann

Kai ❤

 

 

Brighton 2017 part 4

Tag 11 – Spannende Operation – nichts gesehen

An meinem 11. Tag wäre ich am liebsten im Bett geblieben. Ich fühlte mich unwohl und wollte nicht zur Arbeit. Nur, weil ich mich am Tag zuvor nicht willkommen fühlte und auch weil mir so langweilig war. Trotzdem zwang ich mich dazu aufzustehen und diese paar Stunden hinter mich zu bringen.

Ich kam auf die Abteilung, war wie jeden Tag pünktlich da. Leider wusste ich den Pin von der Tür, hinter der der Rapport stattfand, nicht. Somit klopfte ich, wie man das halt so macht, wenn man irgendwo rein will und die Tür verschlossen ist.

Niemand öffnete. Ich wartete, klopfte nochmals. Nichts. Okay, ist wohl noch niemand da – dachte ich mir.

Auf einmal hielt jemand den Kopf aus der Küche und sagte mir den Pincode. Diesen gab ich ein und betrat den Raum. Zwei Personen sassen drinn. Zum einen die, die am Tag zuvor mit dem Handy bei den Patienten spielte und ein anderer. Natürlich sagte ich trotzdem „Good Morning“ und setzte mich hin. Die beiden murmelten jedoch nur etwas unverständliches vor sich hin und wandten sich dann weg. Ich wurde wütend. Am liebsten hätte ich denen meine Meinung gesagt, was ich jedoch liess. Wahrscheinlich wird sie bald mal Probleme mit ihren Gelenken, ihrem Blutzucker und ihrem Herzen kriegen, wenn sie weiterhin so viel ungesundes Zeugs in sich stopft. Somit wird sich das ganze rächen. Und der andere? Dem wünsch ich auch so etwas. Ja, ich war und bin unglaublich wütend.

Für die Übergabe der Nachtwache erhielt ich kein Blatt mit Patienteninformationen, störte mich auch nicht, da ich sowieso bei einer Operation reinschauen wollte.

Die Abteilungsleitung, welche mir am Tag zuvor keinen Blick würdigte, kam nach der Übergabe auf mich zu und nahm ich mit zur Patientin, welche operiert werden sollte. Für die Patientin war es in Ordnung, dass ich zuschauen kommen.

Ich erfuhr, dass nicht nur die Bezugspflege ein Thema ist, sondern auch die Funktionelle Pflege. Somit haben einige eine Spezielle Aufgabe; zB eine Person ist für alle Blutzuckermessungen zuständig.

An den Seiten des Kopfes hatte die Patientin Schrauben, mit einem ungefähren Durchmesser von 0.8 cm. Sie war dann an einem Hacken befestigt, welches auch am Bett befestigt war, damit ihre Wirbel beim Hals genügend gestreckt wurden.

Mit einer Pflegefachperson zusammen begleitete ich die Patientin zum Röntgen und 18519478_10213364383326012_5455728262797603086_nanschliessend zu den „Theaters“. Mir wurde neue Kleidung gegeben und auch eine Haube für über die Haare, sowie auch eine Maske, welche ich mir über die Mund-Nasen-Partie zog.

Die Vorbereitung der Patientin dauerte zwei Stunden, somit war 11.50 Uhr, bis Mal etwas geschah. Die vorherige Zeit wurde mir alles erklärt.

Um 12.00 Uhr wurde mir gesagt, dass ich doch Pause machen soll, was ich auch tat, da ich wirklich hungrig war. Eine halbe Stunde später ging ich wieder zurück.

Gesehen habe ich.. nichts. Als ich für eine kleine Steh-Erhöhung fragte, sagte man mir, dass sie diese im Moment nicht besorgen können.

Um 13 Uhr machte ich dann bereits Feierabend, auch wenn ich nichts gesehen hatte. Doch ich musste mit Christinna noch mit der Koordinatorin zusammensitzen, da wir noch unser Tag reflektieren sollten.

Dabei kam heraus, dass die Koordinatorin etwas geschockt war, dass ich ihr auf ihr Mail „Dear Mrs xxxx..“ antwortete. Natürlich dachte ich beim Mail schreiben nicht daran, dass  die Briten alle untereinander „per Du“ sind. Sie sagte, dass sie sich im ersten Moment etwas bevormundet fühlte, da man sie nur so nennt, wenn man wütend auf sie ist. Jedoch überlegte sie dann, dass ich aus der Schweiz kommen und Vorgesetzte immer gesiezt werden (ausser sie bieten das Du an).

Wir diskutierten auch darüber, dass die Körpersprache für mich und Christinna eine wichtige Bedeutung hat für diesen Austausch, da wir teils nicht alle Wörter kennen. Ich bemerkte dies selber auch, ich setzte meine Hände oft ein, wenn ich am Reden war.

Auch das Händeschütteln, oder eben das nicht Händeschütteln wurde wieder Thema. Wir konnten uns noch immer nicht erklären weshalb man mit niemanden die Hände schüttelt, ausser wenn man ein Job-Interview hat.
Doch die Patienten werden dafür „Darling“ „My Love“ „Dear“ ect. Genannt? Für uns ging die Rechnung nicht ganz auf. Denn für mich und Christinna ist dies von Bedeutung in der Pflege beim ersten Kontakt mit dem Patienten.

Nach der Reflexion machten wir uns zu Fuss auf nach Hause, da wir müde waren.

Tag 12 – Die Karottentorte

Mit einem etwas besseren Gefühl verliess ich am Mittwoch das Haus. Auch wenn ich noch immer wütend war auf die, die mir die Tür nicht öffneten, war mir dies an jenem Tag egal, da dies mein letzter Tag auf der Abteilung war.

An meinem ersten Tag auf dieser Abteilung kam einer der Pflegenden der Nachtwache zu mir und fragte mich, ob ich im italienischen Teil der Schweiz lebe, somit kamen wir dann ins Gespräch.

Dieser Pflegende arbeitete an meinem letzten Tag. Da ich das Gefühl hatte, dass er freundlich ist, hängte ich mich einfach an ihn und der anderen Pflegenden in diesem Bay.

Ich fühlte mich gut integriert. Ich bekam zwischendurch die Aufgabe auf eine Patientin aufzupassen, als die Pflegeassistentin etwas erledigen musste. Somit kam ich auch mit der Patientin ins Gespräch, welche eine Sitzwache benötigte.

Bei einer Patientin war ein Sack mit einer nutellafarbenen Flüssigkeit drinn. Etwas skeptisch blickte ich darauf und dachte mir, dass dies von einem Colonstoma sein könnte, was jedoch etwas weit weg währe vom künstlichen Darmausgang.

Als die Decke zur Seite gemacht wurde und die Patientin gedreht wurde, sah ich, dass ein Schlauch direkt aus ihrem Anus zu diesem Sack führte.
Natürlich fragte ich nach, da ich sowas noch nie gesehen hatte. Die Pflegende erklärte mir, dass dies so angebracht wird, wenn die Patienten stark dement sind, Bettruhe haben und viel Diarrhoe. Dies nahm ich mal so zur Kenntnis.

Was ich auch gesehen habe war, dass der Patientin mit Papiertüchern die Haare gewaschen wurde. Fand ich persönlich interessant, da wir dies mit einem Plastiksack gelernt haben, welchen man mit Wasser füllt.

Leider, leider habe ich den netten Pflegenden dabei gesehen, wie er eine Patientin einmal Katheterisiert hat – ohne sterile Handschuhe. Natürlich habe ich ihn darauf angesprochen, er sagte, dass er keine Zeit dafür hätte. Ich sah ihn skeptisch an und sagte ihm, dass seine Schicht 12 Stunden dauert und gerade mal 2 Stunden davon vorbei sei. Da hätte er bestimmt Zeit um Handschuhe zu holen. „Um jemand einmal zu Katheterisieren zieht niemand Handschuhe an“ sagte er und ich liess es mit dem weiteren Nachfragen.

Was ich sehr gut finde am Pflegen ist, dass die Pflegenden immer zu zweit sind bei einer Körperpflege und zwar von Anfang an.

Die Pflegende, welche mich mitbetreute an jenem Tag erzählte mir davon, dass sie damals in den Phillipinen alleine für 45 weiter Patienten zuständig war. Stellt euch das mal vor. 45Patienten und eine Pflegende. Unglaublich, undenkbar in der Schweiz.

Als meine 6h vorbei waren machte ich mich mit meiner Mitbewohnerin zusammen auf den Weg in die Stadt. Eigentlich waren es nicht mal 6 Stunden, da wir am Tag zuvor so lange bei der Reflexion bleiben mussten, haben wir (ohne das Wissen von anderen) die Zeit etwas kompensiert.
Wir wollten Zeit überbrücken, da unsere Hosts zu Hause Besuch haben, da die Mutter vom HostDad zwei Wochen zuvor verstorben ist.  Uns war der Gedanke Unangenehm, dass wir nach Hause gehen würden und alle stören wurden.

Um 15.00 Uhr machten wir uns dann trotzdem auf den Weg nach Hause. Schnell zogen wir uns ins Zimmer zurück.

Eine oder zwei Stunden später klopfte es an der Tür. Unser HostDad stand an der Tür und bat uns nach unten. Er wolle nicht, dass wir uns nur wegen dem im Zimmer verkriechen. Wir sollten mit ihm zusammen etwas Wein trinken, Sandwiches essen und wehe wir probieren nicht von seiner berühmt berüchtigten Karottentorte.

Wir gingen nach unten, wo wir dann zusammen mit ihm, seiner Frau, seiner Tochter und dessen Freundin einige Zeit zusammen verbrachten und viel lachten. Wir fühlten uns sehr gut integriert.

Anschliessend machten wir uns etwas zu Essen und zogen uns dann doch wieder auf Zimmer zurück, wo wir seine Torte assen. O.M.G. Diese war soooo lecker!

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hab da so ein Diplom erhalten, für die Bestätigung, dass ich die Zeit hier bestanden hab.

 Tag 13 – Die Präsentation

Gefreut haben wir uns nicht wirklich auf diesen Tag. Wir machten uns am Morgen auf den Weg nach Falmer, zur Brighton Universität. Wie hätte es auch anders sein sollen, vergassen ich und Christinna die Handynummer von der Zuständigen Person mitzunehmen. Somit standen wir nun da, am Bahnhof und wussten gerade nicht wirklich weiter.

Ich versuchte eine Email zu schreiben und kurze Zeit später kam der Zuständige Lehrer auch schon den Hügel herunter gerannt und nahm uns mit zum Campus.

Es ist ein riesiges Schulgelände.

Wir durften bei einem Skillstraining, welche die Vorbereitung vom OSCE der Schüler im ersten Bildungsjahr war zuschauen und anschliessend auch die Rolle des Patienten einnehmen, damit das ganze etwas realistischer rüberkommt.

Ich hab direkt mich ihn ihnen gesehen, mich im ersten Jahr. Verwirrt und etwas unbeholfen. Es war ein tolles Gefühl zu sehen, wie sicher ich mich nun in meinem Tun fühle.

Nach dem Mittagessen mussten wir unsere Präsentationen halten. Diese handelten sich über unser Heimatland und auch das Gesundheitssystem dort.  Wir hatten zwei Zuschauer. Eine dritte Person kam dann während Christinnas Präsentation dazu. Dieser schien jedoch benahe einzuschlafen.

Nach den Präsentationen, welche gut verliefen, sprachen wir noch etwas über Dinge, welche uns etwas merkwürdig vorkamen; zB das Händeschütteln.

Der Typ, welcher etwas später reinkam sagte etwas. Ich verstand kein Wort, da er mit irgend einem Dialekt sprach. Zu erst dachte ich, es ein russischer Dialekt. Jedoch war es ein Irischer Dialekt. Er brummte etwas vor sich hin. Ich und Christinna nickten und bejahten.

Als wir dann klitschnass am Bahnhof standen, da es so geregnet hatte, sprachen wir über diese Situation. Wie sich herausstellte, haben wir ihn beide nicht verstanden (bis auf einzelne Wörter) und nur genickt und bejaht.

Am Abend begann ich bereits zu packen.

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Tag 14 – Abschied nehmen

Das letzte Mal zu Spital gehen. Zusammen mit der Koordinatorin blickten wir nochmals auf die vergangenen zwei Wochen zurück. Reflektierten und sahen auch in die Zukunft.

Wir beide sind über uns hinausgewachsen, haben neue Erfahrungen gesammelt und das wichtigste – eine tolle, ehrliche und wunderbare Freundschaft geschlossen!

Nach dem wir uns von der Koordinatorin mit einer Umarmung verabschiedet haben machten wir uns auf zum Pier, jedoch war es so windig, dass wir in die Stadt flüchteten, um etwas Fudge zu kaufen.

Da es sehr stark zu regnen begann, gingen wir wieder nach Hause. Am Abend gönnten wir uns wieder eine Pizza.

Tag 15 – Goodbye Brighton

Jetzt sitz ich hier, seit drei Stunden, am Flughafen Gatwick.

Ich hatte eine unglaublich schlechte Nacht. Da ich mega nervös war habe ich kein Auge zugekriegt und mich nur hin und her gewälzt. Entweder war mir zu warm, zu kalt, unbequem, musste auf die Toilette oder ich hörte irgendwo Geräusche. Ich hätte am liebsten losgeheult, da ich Angst hatte, dass ich zu Müde bin am nächsten Morgen.

Um 04.50 Uhr klingelte der Wecker. Ich zwang mich aus dem Bett und zog mich an. Christinna war etwas früher aufgestanden, um das Makeup noch zu machen.

Wir machen uns 05.20 Uhr auf den Weg an den Flughafen, wo wir 6.30 Uhr ankamen.

Ich verabschiedete mich von meinem Partner in Crime von den letzten zwei Wochen. Ich hasse abschiede. Ich wünschte mir, dass wir etwas näher bei einander wohnen würden. Somit hätten wir die Chance uns etwas öfters zu sehen. Wir versprachen uns jedoch, dass wir weiterhin in Kontakt bleiben würden.

Sie war der Grund, weshalb ich mich bereits so früh zum Flughafen begab. Ich wollte einen richtigen Abschied, am richtigen Ort und nicht so halb verschlafen kurz umarmen und wieder zurück ins Bett liegen.

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Ich ging somit anschliessend zum Nord-Terminal, wo ich nun sitze. Ich macht mein Makeup und begann an diesem Tagebuch noch etwas weiter zu schreiben. Ich schreibe etwa seit 2 Stunden. Eine lange Zeit und ich bin noch nicht fertig.

Ich hatte eine wunderschöne Zeit in Brighton. Auch wenn ich anfangs sehr nervös war. Die Stadt ist wunderschön und ich liebe es in dieser Stadt.

Ich liebe die Offenheit.

Ich liebe die Gleichberechtigung.

Ich liebe das Meer.

Alles war perfekt!

Somit beende ich das Schreiben für den heutigen Tag,naja nicht ganz, nur bis mich die Lust wieder packt, und geh mir mal eine Toilette suchen und versuche, ob es jetzt möglich ist den Koffer einzuchecken.

Den Weg zur Toilette habe ich übrigens gefunden und mein Koffer ist nun auch eingecheckt. Zudem habe ich es durch die Sicherheitskontrolle geschafft und muss jetzt noch zwei Stunden warten bis mein Flug geht.

Ich freu mich schon so sehr endlich Tiago zu sehen (Und Domi und Jan – danke ihr süssen, dass ihr mich abholen kommt!)

Somit verabschiede ich mich definitiv. Vielleicht werde ich noch einen letzten Post machen, um mein Abenteuer abzuschliessen.

Bis dann!

Eure Kai ❤

Internetfreundschaft?

Heut zu Tage kann man sich ja auf X-Wege kennenlernen. Sei es in einem Club, auf der Strasse, wenn man mutig genug ist jemanden anzusprechen, jedoch haben wir seit der Erfindung von Chatrooms und Messenger auch die Möglichkeit jemanden über das Internet kennen zu lernen. Auch mit Apps wie Badoo, Lovoo und wie auch immer die heissen kommt man schnell zu Dates.

Ich möchte euch meine Geschichte erzählen über eine oder besser gesagt DIE Internetfreundschaft.

Begonnen hat das, als ich etwa 11 Jahre jung war, im 2005. Einige Jungs aus meiner Klassen schwärmten von einem Chatroom, im Internet, welcher mega cool sei.
Bis dahin hatte ich nie gross etwas mit dem Computer, geschweige dem Internet zu tun. Das einzige was ich zu der Zeit am PC gemacht habe, war, dass ich Paint geöffnet habe und gezeichnet hatte.

An dem Tag lies ich mir die Internetadresse aufschreiben von einem Jungen und ging Habbosofort auf die Seite: http://www.Habbo.ch.

Ich konnte mir einen Usernamen wählen und mich so gestalten wie ich wollte. Da ich ein riesiger Kamikaze Kaito Jeanne -Fan war nannte ich mich „Maron@“.
Es ging schnell und ich fand viele Freunde und konnte mit meinen Freunden chatten und die Zeit verbringen. Ich hatte als Kind nie viele Freunde, also war diese Plattform perfekt für mich.

An irgendeinem Tag sah ich den Raum „Pinker Anime Raum“, welchen ich sofort betrat, da rosa meine Lieblingsfarbe ist und ich Animes nun mal liebte. Ich verbrachte einige Zeit in dem Raum und sprach dann die Besitzerin von dem Raum an. Idata. Ich sagte ihr, wie sehr ich Animes liebte und schnell fanden wir heraus, dass wir beide die Selben Animes mögen. Der Beginn einer Freundschaft. Wir chatteten jeden Tag zusammen und ich lernte ihre Schwester, welche auch online aktiv war kennen. Sie hatte einen blauen, männlichen Charakter, Blauling, welcher dann mein „Habbo-Freund“ war.
Mit der Zeit war jedoch Habbo nicht mehr so das wahre, wir fanden uns auf Animexx wieder und dann im MSN. MSN war das, was alle hatten. Schnell Nachrichten verschicken, mit einander „Camen“ und sprechen (Natürlich nur, wenn man ein Mikrophon und eine Webcam hatte).

Ich und Idata verbrachten Stunden auf MSN um miteinander zu chatten. Sie lebte auch in der Schweiz, leider viel zu weit weg von mir. Es war nicht möglich sie zu treffen, da meine Mutter dagegen war, ihre auch. Also haben wir uns heimlich mit dem Haustelefon angerufen, viel gesagt wurde nicht, da wir beide sehr schüchtern waren. Wir haben vielleicht so 5 Minuten mit einander telefoniert und dann wieder aufgelegt.

Langsam verflog der Kontakt jedoch, die Pubertät traf ein und wir interessierten sich für unterschiedliche Sachen. Trotz dem, hatten wir alle zwei Monate kurz miteinander Kontakt. Auch wenn es nur ein „Hallo, wie gehts?“ war.

Im 2012 war ich in Zürich. Irgendwie kam mir dann der Gedanke, dass ich sie eigentlich besuchen könnte. Per Zufall kam mir in den Sinn in welchem Geschäft dass sie arbeitet und ich ging dort hin. Wenn ich daran denke, werde ich gleich wieder nervös.
Ich stand etwa eine halbe Stunde vor dem Geschäft und wusste nicht ob ich nun hinein soll oder nicht. Ich tat es.
Ich ging hinein, sie kam nach vorne sagte nur „Grüezi“ und ging wieder durch die Tür raus, hat mich kaum angesehen. Da ich jedoch nicht für nichts hinein wollte ging ich schnell zum Getränkeregal. Dort schnappte mir eine Coladose und kratzte mein letztes Münzgeld aus dem Portemonnaie (Zum Glück hatte ich noch 70Rappen dabei).
Beim Bezahlen sagte ich dem Verkäufer, er solle Soni einen Gruss ausrichten. Der Typ sagte mir, dass sie jedoch hier wäre und ging sie gleich holen. Ich war total überfordert. Ich wusste nicht ob ich dafür bereit war.
Sie kam nach vorne zur Theke, wie alle anderen Mitarbeiter auch. Sie sah mich an. Dies waren die längsten paar Sekunden in meinem Leben. Wir sahen uns so lange an. Bis ich die Stille mit einem „Hallo“ brach. Sie sah mich weiterhin an. Ich weiss nicht, ob sie mich erkannt hat. Plötzlich weiteten sich ihre Augen und sie sagte meinen Namen: „Kai..?“ Ich nickte und sofort kam sie auf mich zu und umarmte mich.
Nach 6Jahren konnten wir uns endlich in die Arme schliessen. Ich war so glücklich und überfordert, aber vorallem glücklich!
Seit dem Tag hatten wir bis heute fast jede Woche mindestens an einem Tag Kontakt. Wir haben und seither auch relativ oft getroffen und ich habe mal fünf Tage bei ihr, ihrer Schwester und ihrer Mutter verbracht.
Ich bin so froh, dass ich sie als einer meiner besten Freundinnen haben darf. Ich kennen nur wenige so herzliche Menschen, welche alles mit anderen teilen möchten und so viel Liebe teilen.
Bereits als ich 11 Jahre alt war, sah ich sie als grosse Schwester, auch wenn sie um einiges kleiner ist als ich .

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Manchmal verdrehe ich die Augen, wenn ich höre, dass andere jemanden über das Internet kennen gelernt hat. Doch dann kommt mir meine, unsere Geschichte in den Sinn. Ein kleiner Zufall, der das Leben so sehr bereichern kann!

Liebe Sunii, ich wünsche dir alles, alles gute und nur das Beste zu deinem Geburtstag! Ich bin so happy, dass ich bereits so viele Geburtstage mit dir zusammen erlebenn durfte!

Geniesse deinen Tag! Ich hab dich lieb!

Deine Kai ❤

Brighton 2017 part 3

 Tag 8 – Byemoneybye

Endlich, endlich waren wir ausgeschlafen. Wir konnten es beinahe nicht fassen wie es sich anfühlt genügend Schlaf gekriegt zu haben. Wir fühlten uns toll!

Ohne Stress machten wir uns Frühstück, welches wir zu uns Nahmen und uns dabei viel Zeit nahmen.

Anschliessend machten wir uns bereit um in die Stadt zu gehen – Shoppen war angesagt!

Wir machten uns somit auf den Weg zur Churchill Square, wo wir uns ins Shoppingcenter begaben. Wir haben soooo viele Kleider anprobiert und auch gekauft – ich glaube, dass ich schon lange nicht mehr so erfolgreich war beim Shoppen.

Jedoch hatte ich etwas Mühe das Geld umzurechnen – ich denke, dass etwas zu viel Geld floss. Egal, Geld ist da um es auszugeben. Wenn ich morgen vom Bus überfahren werde, dann hätte ich nie Freude daran gehabt.

Wir verbrachten somit einen tollen Tag zusammen, haben uns gegenseitig beraten und viel Spass zusammen gehabt.

Mit vollen Taschen gönnten wir uns am Abend noch einen mega leckeren Burger im Jamie’s Italian. Nicht nur der Burger war klasse, auch das Dessert, der Brownie, welchen wir noch bestellten war so unglaublich lecker!

Da wir jedoch vom ganzen Geld ausgeben müde wurden, verbrachten wir den Abend zu Hause.

Tag 9 – Annoying ppl

Bereits um 06.00 Uhr Morgens wurde ich wach und lang wach im Bett. Ich versuchte einige  Videos auf Youtube anzuschauen, da ich nicht mehr schlafen konnte und ich Christinna nicht wecken wollte. Glücklicherweise wurde sie auch vor 09.00 Uhr wach und meine Langeweile verschwand somit.

Wir nahmen uns vor, ein neues Busticket zu kaufen und auch zu den „Seven Sisters“, einer Klippe zu gehen.

Somit begaben wir uns wieder in die Stadt, als wir fragen gingen wegen den Tickets meinte die Verkäuferin, dass wir keinen Studierendenrabatt bekommen. Wir sagten ihr jedoch, dass wir den das letzte Mal bekommen haben und dass wir den trotzdem gerne hätten. Sie sagte nur „Thank you.“ Und bediente gleich den nächsten Kunden. Ich wünsche ihr Durchfall.

Somit gingen wir halt die Busstation suchen. Gefunden haben wir sie nicht. Wir wurden jedoch angesprochen ob wir eine Sightseeing-Tour machen wollen. War auch eine gute Idee, wir stiegen in den Bus ein und gingen ans obere Deck, da das Wetter mega gut war. Wir setzten uns in die zweite Reihe, damit wir vom Wind geschützt waren und auch etwas von der Sonne abbekamen.18486078_10213326292253759_1403157675245183022_n

Beim Bahnhof Brighton stiegen dann zwei Personen ein, er war ungefähr 30 und sie schien seine Mutter zu sein. Sie setzten sich vor uns.

Die ganze Fahrt haben sie in einem so unglaublich lauten Ton miteinander Gesprochen, dass wir gar nicht mehr hörten was der Bus „erzählt“. Wir setzten  uns wütend in eine Reihe, welche weiter hinten war (eigentlich hätten wir einfach was sagen sollen) und es war soooooo windig!

Wir machten die Tour jedoch noch fertig und gingen dann noch etwas zu essen einkaufen und spazierten gemütlich nach Hause.

Tag 10 – Langweilige sechs Stunden

Der Morgen begann wie jeder andere Arbeitstag. Viel zu früh.

Das Wetter entsprach auch unserer Laune; kalt, windig, regnerisch.

Ohne mich zu verlaufen bin ich auf der Station angekommen. Dies war bereits merkwürdig. Natürlich konnte ich nicht ankommen, ohne dass irgendetwas ist. Nein. Der Umkleideraum war geflutet. Ich kämpfte mich durch die 6mm Wasser und setzte mich auf einen Stuhl, wo ich mich versuchte um zu ziehen. Stellt euch vor wie bescheuert ich dort ausgesehen habe.

Umgezogen ging ich dann nach vorne und fragte nach, wo ich hin muss. Ich wurde in den Rapportraum begleitet.

Ich fühlte mich richtig unwillkommen. Ich wurde zwar vorgestellt, doch die Stationsführende von dem Tag würdigte mir keinen Blick.  Zum Glück bin ich nur drei Tage dort.

Heute durfte ich jemandem nachlaufen, welcher für 8 Patienten zuständig war.

Durch einen Patienten habe ich heute erfahren, dass die Engländer ihr Gesundheitssystem lieben, da dieses für jeden frei zugänglich ist.

Etwas überfordert war ich heute auch, ich wurde mit einem Patienten alleine gelassen, welcher auf die Toilette musste. Dieser wollte aufstehen und ich habe versucht ihm zu sagen, dass er sich lieber wieder setzen soll, da er keine Schuhe/Antirutschsocken trägt und der Pfleger einen Nachstuhl holen geht.
Auch wenn ich nur eine kurze Zeit wartete, mir kam es vor als wäre es eine Ewigkeit gewesen.
Der Pfleger kam. Natürlich hatte er nicht alles dabei und musste nochmals davon, der Patient begann wütend zu werden. Noch immer überfordert stand ich da, da ich eigentlich auch nicht dazu befugt bin irgendwas zu sagen oder zu machen während meinem Austausch.

Schlussendlich tauchte er dann jedoch auf.

Geschockt war ich um die Mittagszeit. Zwischen den sechs Betten in jenem Zimmer sass die Pflegende, welche am Handy war und herumtippte. Ich konnte es nicht fassen, dass man zwischen den Patienten das Handy hervor nimmt, für den Eigengebrauch.

Was ich auch gesehen habe war, dass dem Pflegenden die Blutdruckmanschette zu Boden fiel und er diese nicht aufgehoben hat. Er zog diese hinter sich her und benutzte sie dann am nächsten Patienten.

So wie’s aussieht werde ich morgen zu einer Operation gehen dürfen. Ich hoffe, dass es etwas am Gehirn ist, da ich dies als sehr spannend empfinde.

Ich bin auch froh, wenn diese Arbeitstage zu Ende sind, da ich nicht an einem Platz sein möchte, wo ich mich nicht willkommen fühle.
Wahrscheinlich werde ich diese Woche nochmals einen Post hochladen. Jedoch muss ich mal schauen, ob ich die Motivation dazu finde (Dies hier sind eigentlich Einträge aus meinem Lerntagebuch, welches ich schreiben sollte 😛 )

 

Bis dann!

 

Kai ❤